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| 21:09 Uhr

750 Jahre Hoyerswerda
Stadtgeschichte im Einkaufscenter

Für die Vorbereitung der großen Ausstellung zur Stadt- und Wirtschaftsgeschichte im Lausitz-Center sind sie ein Team: Center-Manager Dieter Henke und Dr. Günter Seifert (r.) vom Traditions- und Förderverein Glückauf Schwarze Pumpe.
Für die Vorbereitung der großen Ausstellung zur Stadt- und Wirtschaftsgeschichte im Lausitz-Center sind sie ein Team: Center-Manager Dieter Henke und Dr. Günter Seifert (r.) vom Traditions- und Förderverein Glückauf Schwarze Pumpe. FOTO: Katrin Demczenko
Hoyerswerda. Zum 750-Jahre-Jubiläumsfestjahr in Hoyerswerda ist auch eine große Ausstellung über den Aufbau des Kombinates Schwarze Pumpe und der Neustadt in Vorbereitung. Von Katrin Demczenko

In Hoyerswerda wirft das Festjahr 2018 zur 750-jährigen Ersterwähnung der Stadt seine Schatten voraus. In vielen Bereichen werden derzeit Veranstaltungen vorbereitet, um dieses Jubiläum würdig zu begehen. Ein wichtiges Projekt soll im Juni im Lausitz-Center realisiert werden: eine große Ausstellung zur jüngeren Stadtgeschichte mit dem Arbeitstitel „60 Jahre Hoyerswerda-Neustadt - Wandel und Perspektiven.“ Das kündigt Dr. Günter Seifert, Vorstandsmitglied im Traditions- und Förderverein „Glückauf Schwarze Pumpe“, an. Die Mitglieder dieser Gruppe und das Einkaufscenter am Lausitzer Platz organisieren das Ausstellungsprojekt gemeinsam mit der Stadt Hoyerswerda, mit Firmen und Vereinen, erklärt Seifert.

Die Stadtverwaltung plant einen Festakt zum 60. Jahrestag von Hoy­erswerda-Neustadt und möchte in der Ausstellung zudem ihr neues „Leitbild Hoyerswerda 2030“ vorstellen. Die Zoo, Kultur & Bildung GmbH beleuchtet die Geschichte der Neustadt. Kunstverein und Kulturbund stellen das Entstehen von Bildender Kunst und Literatur in ganz Hoyerswerda in den Mittelpunkt und den Einfluss dieser Werke auf die Entwicklung kultureller Begegnungsstätten.

Die großen Wohnungsunternehmen und die Versorgungsbetriebe VBH wollen die gegenwärtige Situation der Stadt aufzeigen und präsentieren aus ihrer Sicht tragfähige Zukunftsperspektiven. Schulen, Gymnasien, Sportvereine und die Lausitzhalle, die das Leben in Hoyerswerda intensiv prägten und prägen, sind aufgerufen, sich an der Ausstellung zu beteiligen, so Günter Seifert. Der Traditions- und Förderverein will einen Blick zurück in die Arbeitswelt des Bergbaus und des ehemaligen Gaskombinates Schwarze Pumpe werfen, weil durch die Industrialisierung der Lausitz das Entstehen von Hoyerswerda-Neustadt erst möglich geworden war. Zusammen mit der ASG Spremberg GmbH, der LEAG und der LMBV werde die Entwicklung neuer Industrien am Standort Schwarze Pumpe und in der Region beleuchtet. Insgesamt soll die Ausstellung der Hoyerswerdaer Bevölkerung Mut für die Zukunft machen, denn die Stadt verlor zwar nach 1990 viele Einwohner, habe sich aber seitdem für das Lebensgefühl der Menschen positiv verändert.

Center-Manager Dieter Henke und sein Team unterstützen die Vorbereitung der Ausstellung, die im Juni 2018 mindestens zwei Wochen lang im Lausitz-Center zu sehen sein soll. Die gesamte Shoppiung-Mall wird dafür zur Verfügung gestellt. Die Firma Siegel-Werbung Lauta entwirft ein Gesamtkonzept, das alle Inhalte für die Besucher zusammenbinden soll. Das Lausitz-Center wolle seine Kunden regelmäßig über die Vorbereitung dieser und anderer Veranstaltungen im Jubiläumsjahr informieren, sagte Dieter Henke.

Der Center-Chef möchte während der Ausstellungzeit auch noch einige Foren und Gesprächsrunden auf einer Bühne im Einkaufscenter organisieren, um Bürger, Politiker und Experten verschiedener Firmen miteinander ins Gespräch zu bringen. Landrat Michael Harig werde über die Entwicklung und über Perspektiven des Landkreises Bautzen bis zum Jahr 2030 sprechen, nannte Günter Seifert bereits den ersten eingeladenen Gast. Zudem könnten auch Filme zu den Themenkomplexen der Ausstellung gezeigt werden.

Am 23. Januar kommt die Planungsgruppe für das Hoywoy-Jubiläum zum nächsten Mal zusammen. Dann sollen weitere Ideen besprochen werden.