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Hoyerswerda
Stadtfest-Ideen auf der Zielgerade

So ausgelassen wie beim Stadtfest in diesem Jahr will Hoyerswerda auch im kommenden Jahr feiern. Dann stehen die 750-Jahr-Feiern an. Noch ist unklar, ob am Stadtfest-Wochenende groß gefeiert wird oder ob die Feierlichkeiten auf mehrere Termine gelegt werden.
So ausgelassen wie beim Stadtfest in diesem Jahr will Hoyerswerda auch im kommenden Jahr feiern. Dann stehen die 750-Jahr-Feiern an. Noch ist unklar, ob am Stadtfest-Wochenende groß gefeiert wird oder ob die Feierlichkeiten auf mehrere Termine gelegt werden. FOTO: C. Wuerz / Medienhaus Lausitzer Rundschau
Hoyerswerda. Hoyerswerda feiert im nächsten Jahr 750-jähriges Bestehen. Die Stadtverwaltung weiß aber noch nicht genau, wann und wie gefeiert werden soll. Eine Entscheidung könnte am Donnerstag fallen. Von Sascha Klein

Noch rund zwei Monate, dann startet in Hoyerswerda das große Jubiläumsjahr. 750 Jahre Hoyerswerda, das soll ein Jahr voller Höhepunkte sein. Deshalb ist die Stadtverwaltung gemeinsam mit ZooKultur, Lausitzhalle und dem Geschäftsführer der Firma StilEvent, Nick Jantschke, schon seit Monaten am Planen.

Und trotzdem fehlen noch wichtige Bausteine: Was soll während des Stadtfestes passieren? Oder gibt es sogar zwei Stadtfeste? Und wer soll der musikalische Höhepunkte sein? Über all diese Fragen gibt es noch keine Einigung. Noch nicht: Denn die Arbeitsgruppe zur 750-Jahr-Feier tagt am Donnerstag. Dann sollen die Eckpfeiler eingeschlagen werden. Hoyerswerda will sich im Geburtstagsjahr in der gesamten Region und darüber hinaus gut präsentieren.

Eine gute Nachricht kann Oberbürgermeister Stefan Skora (CDU) schon einmal in die Stadtratsrunde schicken: Die Arbeiten seien im Zeitplan. Dienstleistungsverträge zwischen Stadtverwaltung und ZooKultur sowie ZooKultur und der Firma StilEvent sollen noch in dieser Woche unterschrieben werden. Dann seien die vertraglichen Bedingungen klar.

Zentrale Frage für die 750-Jahr-Feier ist jedoch der Zeitpunkt der Feierlichkeiten. Es gibt in der Arbeitsgruppe derzeit drei Varianten.

Variante 1: Es gibt eine Festwoche im September. Dann könnte es am Wochenende 1. und 2. September Höhepunkte in der Altstadt geben und am Wochenende darauf das 23. Stadtfest vom 7. bis 9. September rund um die Lausitzhalle und auf dem Lausitzer Platz.

Variante 2: Es gibt ein verlängertes Festwochenende vom 5. bis 9. September in der Alt- und Neustadt. Dann, so OB Skora, könnte es zum Beispiel eine feierliche Stadtratssitzung mit den Partnerstädten geben, ein Konzert mit einem Musik-Star - Namen gibt es noch keine - und anschließend das Stadtfest in der Neustadt.

Variante 3 und Favorit des Oberbürgermeisters ist eine Splittung von Höhepunkten auf verschiedene Monate. Im Gespräch ist der Juni, während das zweite September-Wochenende bereits für das Stadtfest verplant ist. Denn: Am 1. Mai 1268 ist Hoyerswerda in der Oberlausitzer Teilungsurkunde erstmals urkundlich erwähnt worden. Die Idee: Im Juni ließe sich dieser Anlass in der Altstadt feiern. Im September ist die Neustadt gesetzt. Ein Datum ist mit der Geschichte der zweiten sozialistischen Wohnstadt der DDR fest verbunden: der 31. August 1955. Da ist der erste Spatenstich zum Aufbau des Kombinats Schwarze Pumpe und der Grundstein zum Aufbau der Hoyerswerdaer Neustadt gelegt worden. Also liege es nahe, so Skora, während des Stadtfestes daran zu erinnern.

Für welche der drei Varianten sich die Arbeitsgruppe 750-Jahr-Feier entscheidet, ist noch offen. Ebenso offen ist, welche Veranstaltungen in der Stadt offiziell zu den 75 gekürt werden, mit denen die Stadtverwaltung besonders wirbt. Dabei sind die Entscheider jedoch in einer extrem günstigen Lage. Denn: Mehr als 300 Vorhaben oder Ideen haben Vereine, Verbände, Privatpersonen und städtische Unternehmen fürs Jubiläumsjahr angemeldet. „Wir haben jetzt die Qual der Wahl“, sagt Stefan Skora. Auch diese Frage soll am Donnerstag geklärt werden. Die 75 Auserwählten werden dann kontaktiert. Anschließend werde das Programmheft gedruckt, das bis Ende November vorliegen soll, sagt der Oberbürgermeister weiter. Ab Januar 2018 gibt es zusätzlich zum gedruckten Heft noch einen monatlichen E-Mail-Newsletter mit den aktuellen Programmpunkten für den jeweiligen Monat.

Bei aller Feier-Vorfreude hat CDU-Fraktionschef Frank Hirche Kritik am Festkonzept geübt. „Ich hätte erwartet, dass es Informationen über das Sicherheitskonzept gibt“, sagte er an die Adresse von OB Skora und Bürgermeister Delling. Noch sei offen, wie dieses aussehen und finanziert werden soll, so Thomas Delling während des Stadtrats. Hirche warnte vor unklaren Zuständigkeiten und fehlenden Berechnungen - etwa für Sicherheit und die Müllentsorgung. „Nicht, dass wir hier ein zweites Seenland-Festival erleben“, so Hirche in Richtung Stadtverwaltung.