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| 15:31 Uhr

Lauta
Stadt Lauta zahlt 100 000 Euro extra für Abwasser

Lauta. Eine stattliche Summe an Mehrkosten muss die Stadt Lauta in diesem Jahr in Kauf nehmen: Etwa 100 000 Euro wandern unplanmäßig vom kommunalen Konto als Verbandsumlage an den Abwasserzweckverband „Kamenz-Nord“ (AVZ). Der Stadtrat hat der überplanmäßigen Zahlung zugestimmt.

Die Umlage in Höhe von 100 00 Euro ist in einer entsprechenden Verordnung des AVZ enthalten, die  kürzlich mit seinem Wirtschaftsplan beschlossen wurde. Betroffen sind neben der Stadt Lauta auch die Gemeinden Elsterheide und Bernsdorf als Verbandsmitglieder.

Die Gesamtkosten für die Stadt Lauta belaufen sich auf 185 000 Euro.  Geplant hatte die Stadt mit einer Umlage von 85 000 Euro. Während Stadtrat Torsten Braune sich seiner Stimme enthielt, stimmte Stadtrat Karl-Heinz Löffler gegen den Beschluss. „Mich stört, dass die Zahlen beim AVZ irgendwann mal realistisch kalkuliert sein müssten.“

Die Mehrausgaben in Höhe von rund 100 000 Euro sind zum Zeitpunkt der Planerstellung nicht bekannt gewesen, heißt es in dem Beschluss. Der AVZ hat die Gebühren für die mobile Entsorgung zur Kostenabdeckung erhöht – und zwar im Ergebnis der Gebührenkalkulation für den Zeitraum 2016 bis 2020  und dem Nachberechnungszeitraum 2011 bis 2015.

Die Entleerung von Kleinkläranlagen und abflusslosen Gruben stieg laut Bürgermeister Frank Lehmann (parteilos) sehr deutlich: Demnach kostet die Entleerung eines Kubikmeters nun 14,70 Euro statt bisher 6,69 Euro. Die Nachberechnung weist demnach eine Kostenunterdeckung auf. Der AVZ ist nun nach dem Gesetz verpflichtet, eine Verbandsumlage zu erheben. Diese wird anhand der Einwohnerzahlen durch die Verbandsmitglieder anteilig gezahlt. Für die Stadt Lauta, in der 2015 knapp 8 700 Bürger wohnten, ergibt sich ein Anteil von rund 81.500 Euro für die mobile Entsorgung.

Auch bei der Umlage für die Straßenentwässerung, die sich in Lauta auf rund 103 500 Euro beläuft, konnte nicht genau kalkuliert werden, da der Regen in seinen Größenordnungen nun mal nicht genau geplant werden kann.

Die Mehrausgaben für die Verbandsumlage, die im Übrigen eine Pflichtaufgabe der Stadt ist, kann aus eingesparten Mitteln des Jahres 2017 und aus Mehreinnahmen aus der Gewerbesteuer in 2018 gedeckt werden. Auch wenn die Deckung aus den Mehreinnahmen der Gewerbesteuer laut der Kämmerin Ines Schiemanz nur „ungern“ getätigt wird.