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Hoyerswerda
Der Stadtumbau: Hoyerswerdas Millionenprojekt

Hoyerswerda. Für das Hoyerswerdaer Dreier-Gespann heißt das Ziel am Donnerstag Dresden. Dort, im Innenministerium, wollen die Hoyerswerdaer versuchen, wichtige Projekte für die Stadt auf die Schiene zu bringen. Dabei sind: Oberbürgermeister Stefan Skora (CDU), der Fachbereichsleiter Bau Dietmar Wolf sowie Stadtrats-Fraktionschef und CDU-Landtagsabgeordneter Frank Hirche, auf dessen Initiative das Treffen im Innenministerium stattfindet. Sascha Klein

 Für das Team aus der Zuse-Stadt geht es beim Besuch bei Staatssekretär Dr. Michael Wilhelm um Förderzusagen. Eines der Projekte, die besprochen werden, ist der geplante Spielplatz in der Hoyerswerdaer Altstadt. Das Problem: Der  Wunschstandort nahe der Pinguin-Eisbar liegt außerhalb des Fördergebiets. „Wir wollen, dass das Fördergebiet größer wird und der Spielplatz gebaut werden kann“, sagt MdL Frank Hirche auf RUNDSCHAU-Nachfrage. Ob es dem Hoyerswerdaer Trio gelingt, die Landesregierung in diesem Punkt zu überzeugen, ist offen.

Ein weiterer Diskussionspunkt: die geplante neue Dreifeld-Sporthalle in der Neustadt. Mit dem Umbau des einstigen Zuse-Gymnasiums im WK I zur Oberschule wird dort eine neue Sporthalle gebraucht. Sie ist ein zentraler Punkt bei der Planung der Schullandschaft in der Stadt. „Wir wollen versuchen, dafür eine günstigere Förderung zu bekommen“, sagt Frank Hirche.

Hoyerswerdas Oberbürgermeister Stefan Skora (CDU) hält sich vor dem Termin in Dresden eher bedeckt. „Es geht darum, möglichst gute Förderquoten für unsere wichtigen Projekte zu bekommen“, sagt er auf RUNDSCHAU-Nachfrage. Für ihn sei das in erster Linie ein Arbeitstreffen. Ein Thema bestätigt auch er: Die Verwaltung möchte erreichen, dass das Areal um die Pinguin-Eisbar in das Fördergebiet aufgenommen wird. Allem anderen möchte Skora nicht vorgreifen.

Generell hängt für Hoyerswerda durch den Stadtumbauprozess sehr viel an Fördermitteln. In der vergangenen Woche hat die Stadtverwaltung dem Innenministerium mitteilen müssen, welchen Förderbedarf die Stadt in den Jahren bis 2030 noch benötigt. Die Summe, die Nico Neumann von der beauftragten Firma DSK kürzlich vorgestellt hat, ist riesig. Wenn Hoyerswerda tatsächlich alle Projekte bis zum Jahr 2030 umsetzen möchte, sind dafür weitere Fördermittel in Höhe von mehr als 34 Millionen Euro nötig. Dabei ist unter anderem die Dreifeld-Sporthalle an der neuen Oberschule. Geschätzte Gesamtkosten: 5,3 Millionen Euro. Der größte Brocken in den kommenden 13 Jahren ist jedoch die Oberschule selbst. Laut Planungen kostet die Sanierung etwa 12,5 Millionen Euro. Davon förderfähig sind nach Verwaltungsangaben 11,2 Millionen Euro.

Zudem soll sich auch die Größe des Fördergebiets für den Stadtumbau Hoyerswerda ändern. Dazu kommen sollen rund 80 Hektar Fläche, unter anderem das Areal von der Baumschule Kmetsch bis zur Kreuzung Herrmann-Straße / Stauffenberg-Straße. Das hieße: Mit ins Fördergebiet kämen auch das Jahnstadion und die VBH-Arena, die laut Planskizze bislang nicht Teil des Fördergebiets sind.

Entscheidungen über die langfristigen Projekte bis 2030 fallen jedoch nicht beim Gespräch in Dresden. Darüber wird die Staatsregierung frühestens im kommenden Jahr entscheiden. Die Hoyerswerdaer möchten zunächst klären, mit welchen Förderungen vom Freistaat sie im kommenden Jahr rechnen können.