ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 01:06 Uhr

St. Pauli-Konzept in der Lausitz: Trinken für den FCL

Silvio Weise will auch in schlechten Zeiten zum FC Lausitz halten. Kürzlich traf sich der Unternehmer mit Trainer Eric Meissner und will künftig als Sponsor bei dem finanziell angeschlagenen Verein einsteigen.
Silvio Weise will auch in schlechten Zeiten zum FC Lausitz halten. Kürzlich traf sich der Unternehmer mit Trainer Eric Meissner und will künftig als Sponsor bei dem finanziell angeschlagenen Verein einsteigen. FOTO: Foto: Gunnar Schulze
Hoyerswerda.. Seit gestern Mittag hat sich die Situation des FC Lausitz entschärft: Die vor einer Woche selbst eingereichte vorläufige Insolvenz konnte beim zuständigen Insolvenzgericht in Dresden buchstäblich in letzter Sekunde abgewendet werden. Von Gunnar Schulze

„Wir sind froh, dass wir die erforderlichen 20 000 Euro aufbringen konnten und damit Schlimmeres für den FC Lausitz verhindert wurde“ , erklärt der Präsident des FC Lausitz, Bernd Ziemann, auf Nachfrage.
Der Warnschuss und zugleich Hilferuf in der vergangenen Woche hätte viele wachgerüttelt. „In den vergangenen Tagen erreichten uns viele Nachrichten, in denen dem Verein materielle und ideologische Unterstützung angeboten wurde“ , so der Präsident des FC Lausitz weiter. Neue Sponsoren, die vom Ist-Zustand des Vereines erfuhren, hätten sofortige Hilfe zugesichert. Ein Beispiel von vielen ist der Hoyerswerdaer Unternehmer Silvio Weise, der sich erstmals mit dem Thema auseinander setzte. „Ich komme aus der Region, da ist es fast meine Pflicht zu helfen“ , erzählt der junge Mann. Er ist von der Zukunftsträchtigkeit des Lausitzer Traditionsfußballvereines überzeugt. „Das neue Konzept des FC Lausitz hat Hand und Fuß und hat mich überzeugt. Auch meine Kollegen waren nach der Vorstellung begeistert und werden den Verein unterstützen“ , erzählt Silvio Weise.
Natürlich komme es nun auf jedes einzelne Mitglied des Vereines an. „Jetzt wollen und werden wir klotzen und nicht kleckern. Dies werden wir auch auf der bevorstehenden Mitgliederversammlung am 10. Juli deutlich machen. Mit den Querelen muss innerhalb des Vereins endlich Schluss sein. Wir müssen alle eine einheitliche Sprache sprechen oder uns voneinander trennen“ , so Bernd Ziemann.
Die eigene Arbeit der vergangenen Tage trage ebenso erste Früchte. Ein Trikotsponsor habe die Zusicherung gegeben, die Leibchen in der kommenden Saison im Brustbereich zu zieren und den Verein finanziell zu unterstützen.
„Neben dem Turnier gegen Ausländerfeindlichkeit Ende Juli mit dem Berliner Fußballclub Türkiyemspor und S.D. Croatia haben wir noch eine neue Idee geboren“ , erklärt Ziemann. So soll nicht nur das erste Lausitzer Vereinsbier präsentiert werden. Hoyerswerda wolle auch eine ähnliche Aktion starten wie der FC St. Pauli, bei dem durstige Kehlen für den Vereinszweck gelöscht werden.
„Auch für das auf Mittwoch verschobene Auftakttraining haben wir eine Überraschung parat“ , erklärt Ziemann. Neben der fast vollständigen Präsentation des neuen Landesligakaders, der den Wiederaufstieg in die Oberliga als erklärtes Ziel hat, wolle man sich mit neuem Gesicht präsentieren.
So werde unter anderem die Geschäftsstelle des FC Lausitz in neuer Formation vorgestellt. Neben einem neuen Geschäftsstellenleiter könne man ebenfalls den neuen Mann, der für Marketing zuständig ist, präsentieren.