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| 19:14 Uhr

St. Martinstag in Hoyerswerda
Nachdenken über das Teilen in Hoyerswerda

Christin, die den Bettler darstellt, und Bernd Latta als römischer Soldat Martinus gestalten das traditionelle Martinsspiel auf der Hoyerswerdaer Kinder- und Jugendfarm.
Christin, die den Bettler darstellt, und Bernd Latta als römischer Soldat Martinus gestalten das traditionelle Martinsspiel auf der Hoyerswerdaer Kinder- und Jugendfarm. FOTO: Katrin Demczenko
Hoyerswerda. St. Martinstag wird zum gemeinsamen Erlebnis. Von Katrin Demczenko

Sankt Martin teilt seinen Mantel - und das haben am Sonntag viele, vor allem junge Familien auch in Hoyerswerda miterleben wollen. Zum St. Martinstag an der Johanneskirche haben Kinder der Kita „Nesthäkchen“ des Diakonie-Sozialswerkes Lausitz und der Posaunenchor das Programm gestaltet.

Nach der Andacht passte die Kollekte gut zum Thema. Sie soll in diesem Jahr erstmals der Kinder-Weihnachtsaktion von Manja Klimt zufließen. Als Privatperson organisiert die Stadträtin jährlich Weihnachtsgeschenke für jene knapp 150 Kinder, deren Eltern die Hoyerswerdaer Tafel im Haus des Vereins „Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördern“ (Vbff) in der Huttenstraße nutzen müssen. Gut erhaltene Bücher, Gesellschaftsspiele, Plüschtiere, Bälle, Springseile und hübsche Kleidung für Mädchen und Jungen bis zwölf Jahre können dort als Spende abgegeben werden, sagt Manja Klimt. Dann werden altersentsprechend und mit viel Liebe Päckchen gepackt und den Kindern übergeben.

Der St. Martins-Umzug führte am Sonntag von der Johanneskirche in der Altstadt bis zur Kinder- und Jugendfarm des CSB Sachsen. Dort fand auch das traditionelle Martinsspiel statt. Als römischer Soldat Martinus lam Bernd Latta herbeigeritten und teilte seinen Mantel, um einem Bettler (dargestellt von Christin) aus seiner Not zu helfen. Nach der Aufführung verriet Farmmitarbeiter Bernd Latta, dass er sein Soldatenkostüm beim Katholischen Kinderhaus St. Elisabeth Hoyerswerda geliehen hatte. Am Schluss lud die Farmleiterin Liane Semjank alle Gäste zum Teilen nicht nur von Martinshörnchen, sondern auch von Fladenbroten ein, die Frauen aus dem Hoyerswerdaer Flüchtlingsheim gebacken hatten.