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SSV-Athleten in Stralsund

Sundschwimm-Neuling Elisa Mattheschke und Routinier Frank-Dieter Noack (re.) waren am Sonnabend unter den insgesamt 916 Startern.
Sundschwimm-Neuling Elisa Mattheschke und Routinier Frank-Dieter Noack (re.) waren am Sonnabend unter den insgesamt 916 Startern. FOTO: Mirko Kolodziej
Stralsund.. Frank-Dieter Noack wäre am Sonnabend auch die 2,3 Kilometer von Rügen nach Stralsund geschwommen. „Ist eben keine Badeveranstaltung”, sagt das 49-jährige Mitglied des Schwimmsportvereins (SSV) Hoyerswerda. Aber die Ausrichter des 43. (no)Mirko Kolodziej

Sundschwimmens hatten anders entschieden.

Die Busse mussten umkehren
Die Wellen waren dermaßen hoch, dass es lediglich einen 1500 Meter langen Rundkurs vor der Hansestadt gab. Also mussten die Busse, die die Sportler nach Rügen bringen sollten, kurzfristig wieder umkehren. Zudem gab es dann in Stralsund einen etwas chaotischen Start. Jeder schwamm irgendwie los, wann er wollte. Frank-Dieter Noack hat das schon "sortierter” erlebt. Der Lautaer startete immerhin zum 17. Mal bei einem Sundschwimmen und ist damit diesbezüglich der erfahrenste SSV-Athlet: "Das ist durch Strömung, Wind und Wassertemperatur etwas ganz anderes als in der Schwimmhalle. Und wenn unterwegs die Arme müde werden, fragt man sich, warum man sich das eigentlich antut.” Seine Vereinskollegin Elisa Mattheschke aus Wittichenau hat da so eine Ahnung: "Man kann testen, wie lange man in kaltem Wasser aushält”, meint die 13 Jahre alte Foucault-Gymnasiastin, die sich am Sonnabend zum ersten Mal in den St relasund wagte. Sie hätte auch gut und gerne nur das 600 Meter lange Kindersundschwimmen bestreiten können. Jedoch verließ sie sich lieber auf den Rat der Vereinskameraden, die schon Sund-Erfahrung hatten: "Die sagten, das macht Spaß.” Frank-Dieter Noack würde das unterschreiben, sieht die Sache aber differenziert: "In den Wellen braucht es einen ganz anderen Schwimmstil, eine andere Technik. In der Halle würde mich damit jeder Trainer aus dem Wasser ziehen.”

17 Grad Wassertemperatur
Er muss das wissen. Immerhin hat er schon vor 43 Jahren beim ASV Kamenz mit dem Schwimmen begonnen. Elisa dagegen trainiert erst fünf Jahre und sagt, sie sei eigentlich keine Langstrecklerin. Deshalb waren die Gefühle vor der Premiere zwiespältiger Natur: "Im Bus war ich ein bisschen aufgeregt. Als es dann hieß, dass das Schwimmen ausfällt, war ich enttäuscht. Und dann war ich ganz froh über die verkürzte Strecke. Zum Ausprobieren war das gut so.” Das von ihren Freunden Elli genannte Mädchen kam als 157. aus dem Wasser. Knapp zweieinhalb Minuten später konnte Frank-Dieter Noack sich als 262. sein gelbes Finisher-Handtuch über die Schultern legen lassen. "Tolle Leistung”, sagt er mit Blick auf die 19:47 Minuten, die Elisa für die 1500 Meter im 17 Grad kalten Salzwasser benötigt hat. Er selbst will so lange an die Ostsee fahren, wie es geht. Die älteste Sundschwimmerin, Margot Schmidt aus Düsseldorf zählt schon 80 Jahre.

Hoyerswerdaer Ergebnisse: Christian Haase (15) 18:35 min., Susann Haase (20)19:15, Elisa Mattheschke (13) 19:47, Christian Litwiakow (50) 20:36, Peter Jurischka (18) 21:21, Johannes Koch (19) 22:10, Frank-Dieter Noack (49) 22:11, Andrea Brock (30) 22:31, Eric Nickol (14) 24:42, Dörte Schenk (17) 25:28, Peter-Paul Heym (23) 26:40, Julia Schiemenz (20) 26:50, Oliver Schmalz (22) 26:51, Marilyn Wenk (20) 27:50, Frank Plamann (31) 28:33, Jan Miroslaw (34) 31:31, Maik Schulz (22) 31:55, Hagen Linke (34) 36:13, Andreas Frank (31) 47:44, Henry Gelardi (17) 51:47, Jan Frobart (35) 51:59.