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Sprembergs neue Nixe wagt eine neue Farbe

Spreenixe Francy Kuhlee.
Spreenixe Francy Kuhlee. FOTO: Arlt
Spremberg. Sieben silberne Seesterne zieren den dunkelblauen Satin. Der hellblaue Organza glitzert auf den Schultern. Annett Igel-Allzeit

Im Rock wechseln hellblaue mit dunkelblaue Brautsatinbahnen. Selbst mit der kleinen Tasche, in die Francy Kuhlee ihre Autogramme legen kann, ist der Scheidermeisterin Petra Höwt wieder ein Hingucker gelungen. Je vier Meter dunkler und heller Satin sowie sechs Meter Petticoat-Stoff sind im neuesten Spreenixenkleid verarbeitet . Francy Kuhlee, die zur 19. Spreenixe gekürt wurde, fühlt sich wohl im neuen Outfit für Sprembergs schönstes Ehrenamt. "Das Entwickeln des Kleides mit Petra Höwt hat richtig Spaß gemacht. Zugleich ist es ihr letztes Nixenkleid. Da sollte es noch einmal etwas Besonderes werden. Und so dunkelblau kann die Spree tatsächlich auch aussehen. Mir gefällt die Farbe sehr", so die junge Sprembergerin.

Auf ihrem ersten Spaziergang als Spreenixe bekam die 25-Jährige Applaus, viele winkten ihr zu. Zugleich freute sie sich über mehrere Hoheiten aus der Region und ehemalige Spreenixen, die sie bei der Krönung begleiteten. "Damit haben sie mir beim ersten Auftritt wirklich geholfen. Auch von meiner Mama und meinem Ehemann bekomme ich viel Rückhalt. Meine Schwiegermama weinte am Sonntag gerührt vor der Büne", so Francy Kuhlee. Sie wurde 1991 im sächsischen Hoyerswerda geboren, aufgewachsen ist sie in Spremberg. Im Lausitzer Energieunternehmen Leag lässt sie sich gerade zur Industriekauffrau ausbilden.

"Sie wird bis zum Heimatfest 2019 unsere Stadt als Repräsentantin bei vielen Veranstaltungen vertreten", sagt Cornelia Hansche vom Kulturamt. Nachdem die Nixenwahl beziehungsweise -kür viele Jahre Höhepunkt des Maifestes war, fand sie nun erstmals zum Heimatfest statt. Bürgermeisterin Christine Herntier (parteilos) krönte Francy Kuhlee gemeinsam mit der "18. Spremberger Spreenixe" Nicole Pietkiewicz.Auch wenn es für Petra Höwt definitiv das letzte Nixenkleid war, versichert die Schneiderin: "Wenn etwas am Kleid geändert, repariert oder gereinigt werden muss - ich bin da."