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| 02:46 Uhr

Spreetals Kämmerer fordert drastische Einsparungen

Burgneudorf. Der Haushalt 2014, der von den Spreetaler Gemeinderäten am Mittwochabend einstimmig angenommen worden ist, stellt einen Einschnitt in künftige Planungen dar. Denn der Ergebnishaushalt schließt mit einem Minus von 590 000 Euro ab. Anja Guhlan/ang 1

Spreetals Kämmerer Frank Lehm ann legte am Mittwochabend das umfangreiche Zahlenwerk den neun anwesenden Gemeinderäten vor: Die Ergebnisse sehen nicht allzu rosig aus. So schließt der entscheidende Ergebnishaushalt mit einem kräftigen Minus von 590 000 Euro ab. Auch die Aussicht auf die Ergebnishaushalte für 2015 bis 2017 zeigen noch ein deutliches Minus. "Damit die Gemeinde auch nach 2016 den Haushalt bestätigt bekommt, besteht für die Gemeinde nun die Aufgabe mitunter schmerzhafte Entscheidungen zu treffen", erklärt Lehmann. Als Handlungsoptionen schlägt der Kämmerer vor entweder die Aufwendungen drastisch zu reduzieren oder die laufenden Erträge wie die Steuern zu erhöhen. Lehmann plädiert zunächst zum Ersteren, denn die Hebesätze für Steuern der Bürger sollen vorerst nicht angehoben werden. Der Kämmerer macht darauf aufmerksam, sollte der Haushalt in den kommenden Jahren nicht bestätigt werden, droht der Gemeinde eine Fremdbestimmung über die Finanze n.

Mehr als 500 000 Euro fehlen Spreetal also in diesem Jahr für einen ausgeglichenen Haushalt. Rechnet man die ab 2016 zur Pflicht werdenden Abschreibungen auf kommunale Gebäude, Fahrzeuge, Straßen und so weiter hinzu, erhöht sich der Fehlbetrag sogar auf knapp eine Million Euro. Das derzeitige Defizit soll allerdings nicht mit neuen Krediten, sondern durch einen Griff in die Rücklagen ausgeglichen werden. Spreetal will es somit bis Jahresende schaffen, die Pro-Kopf-Verschuldung von 360 Euro auf 203 Euro zu senken.

Der Haushaltsplan liegt dem Landratsamt Bautzen bereits vor. Mit einer Bestätigung des Haushaltes kann im Mai gerechnet werden.