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| 18:53 Uhr

Jugendfeuerwehr
Spreetals Feuerwehr-Nachwuchs übt den Ernstfall wie die Großen

 Schnelligkeit und Fitness wird jedem Feuerwehrmann abverlangt: Die Nachwuchs-Kameraden Moritz und Hugo stellen beim Zeltlager schon mal unter Beweis, wie gut das Ausrollen der Schläuche für einen möglichen Einsatz klappt.
Schnelligkeit und Fitness wird jedem Feuerwehrmann abverlangt: Die Nachwuchs-Kameraden Moritz und Hugo stellen beim Zeltlager schon mal unter Beweis, wie gut das Ausrollen der Schläuche für einen möglichen Einsatz klappt. FOTO: Anja Guhlan
Ruhlmühle. Der Feuerwehr-Nachwuchs der Gemeinde Spreetal hat bei einem Zeltlager an der Ruhlmühle Technik und Zusammenspiel trainiert. Das macht allen immer wieder viel Spaß. Von Anja Guhlan

. Für die Organisatoren wie Sybille Schumann ist es jedes zweite Jahr ein logistischer Kraftakt, aber für die Jugendlichen ist es eine super tolle Erfahrung: Am vergangenen Wochenende sind die Jugendfeuerwehren von fünf Ortswehren der Großgemeinde Spreetal ins große Zeltlager an der Ruhlmühle bei Neustadt gezogen. Insgesamt 87 Jugendliche im Alter von fünf bis 18 Jahren nahmen an dem Zeltlager teil. Zum ersten Mal haben die Spreetaler auch die Partnerwehren aus Friedersdorf und dem polnischen Jasnien mit eingeladen.

Die Stimmung in der bunten Zeltstadt auf der großen Wiese neben der Ruhlmühle an der Spree ist ausgelassen. Während am Freitag erstmal die großen Zelte mit den Feldbetten aufgestellt werden mussten, ging es im Anschluss noch auf eine gemeinsame Wanderung und eine Schlauchboottour. Der Samstagvormittag wurde für die Besichtigung der Werksfeuerwehren in Schwarze Pumpe und in Boxberg genutzt. Am Nachmittag standen feuerwehrtechnische Spiele auf dem Programm. Feuerwehrschläuche mussten so schnell es geht abgerollt und am Ende wieder aufgerollt werden. Mit einer Handdruckspritze mussten Dosen mit Wasser umgespritzt werden. Oder Knoten so schnell wie möglich gelöst werden.

„Ziel des Zeltlagers ist, den Jugendlichen sowohl mit viel Spaß feuerwehrtechnisches Wissen näher zu bringen als auch die Gemeinschaft zu fördern“, erklärt Sybille Schumann. Die Jugendlichen sollen auch andere Wehren kennenlernen, die bei möglichen Einsätzen später zusammenarbeiten müssen. „Teamfähigkeit ist auch zwischen den Feuerwehren wichtig“, so Schumann.  Auch die körperliche Fitness soll beim Zeltlager trainiert werden. Letztendlich trägt ein solches Lager auch zur Persönlichkeitsentwicklung bei den Jugendlichen bei.

 Geschicklichkeit auf dem Prüfstand: Die Jugendlichen der unterschiedlichsten Jugendfeuerwehren müssen beim Turmspiel sehr gut zusammenarbeiten, damit aus den einzelnen Holzklötzen auch wirklich ein Turm entstehen kann.
Geschicklichkeit auf dem Prüfstand: Die Jugendlichen der unterschiedlichsten Jugendfeuerwehren müssen beim Turmspiel sehr gut zusammenarbeiten, damit aus den einzelnen Holzklötzen auch wirklich ein Turm entstehen kann. FOTO: Anja Guhlan

Den jungen Feuerwehrkameraden gefällt es: „Auf das Zeltlager freuen wir uns schon immer sehr lange. Es macht immer wieder viel Spaß“, meint der neunjährige Moritz von der Jugendfeuerwehr Burgneudorf, der bereits das zweite Mal an solch einem Zeltlager teilnimmt. Für Fiona (7) aus der Jugendfeuerwehr Burghammer ist alles noch ziemlich neu. „Ich finde es bisher aber ganz toll hier. Wir erleben hier wirklich viel.“ Auch Florian Schumann (18) beschreibt das Zeltlager als immer wieder spannend. „Zunächst werden immer wieder coole Aktivitäten geplant, wie die Bootstour, und zum anderen lernen wir uns hier wirklich alle näher kennen. Manchmal entstehen auch kleine Freundschaften“, so Florian.

Zwischen den deutschen und polnischen Floriansjüngern gibt es ab und an noch ein paar Sprachbarrieren. „Aber mit Englisch klappt die Verständigung dann schon ganz gut“, meint Leonie (11) von der Jugendfeuerwehr aus Friedersdorf.  Und auch Willi (9) von der Jugendfeuerwehr aus Friedersdorf meint: „Auf der Wiese beim Fußballspielen klappt die Kommunikation auch ohne Worte“, sagt er schmunzelnd.

Und auch Olivia und Dominik (beide 16) aus dem polnischen Jasnien amüsieren sich. „Das ist wirklich alles toll organisiert. Jede Menge Aktivitäten und die Menschen sind alle toll hier“, meinen beide. Gerne würden sie zum nächsten Zeltlager wiederkommen.