Zahlreiche Bäume sind im vergangenen Winter entlang der B 97 an der Nordostböschung des Spreetaler Sees gefällt worden. Die Gehölze müssen einem Bauprojekt der Bergbausanierer der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) weichen, informiert Sprecher Uwe Steinhuber. „Dort sollen im Laufe dieses Jahres weitere Drainagen eingebaut werden. Diese dienen dem Abbau des Wasserdrucks in der angrenzenden Kippe“, erklärt der Experte. Gefahr im Verzug sei allerdings nicht, die Maßnahme erfolgt vorsorglich laut den gutachterlichen Vorgaben. Wasser im Kippenland kann unter bestimmten Bedingungen für Rutschungen sorgen.

Darüber hinaus ist geplant, in diesem Jahr Sondierungsarbeiten an der B 97 durchzuführen. Dadurch wird der Baugrund erkundet. Die Bundesstraße verläuft oberhalb des Spreetaler Sees über die Kippe. Bislang gibt es noch keine Entscheidung, ob die wichtige Nord-Süd-Trasse, die Cottbus und Dresden verbindet, an gleichem Ort saniert werden kann oder verlegt werden muss.

Um unnötige Erschütterungen des Erdreichs an der B 97 zu vermeiden, gilt in dem mehrere hundert Meter langen Bereich bereits seit dem Jahr 2011 ein Tempolimit von 30 Stundenkilometern. Die B 97 im Bereich Hoyerswerda passierten nach Angaben der Bundesanstalt für Straßenwesen im Jahr 2018 täglich knapp 10 000 Kfz und rund 550 Lastkraftwagen. Damit beläuft sich der Anteil des Schwerverkehrs auf 5,5 Prozent.

Naturschutz und Bergbausanierung Streit um Spreetaler Wolfshöhle

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