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Spreetal hofft auf baldiges Wohnen am Scheibesee

Scheibesee vom Nordufer aus fotografiert. Hier sollen viele der Spreetaler Vorhaben entstehen.
Scheibesee vom Nordufer aus fotografiert. Hier sollen viele der Spreetaler Vorhaben entstehen. FOTO: ang1
Burgneudorf. Insgesamt geht es um die Entwicklung einer rund elf Hektar großen Fläche am Scheibesee. Die Gemeinde Spreetal plant am Nordufer den Bau eines Freizeitsparks mit Hafen und einer Ferienhaussiedlung. Trotz eines geeigneten Investors für die Ferienhaussiedlung muss die Gemeinde zur Umsetzung des Plans noch viele Hürden nehmen. Anja Guhlan

"Wir wollen definitiv Wohnen am Scheibesee ermöglichen", erklärt Bürgermeister Manfred Heine (parteilos). Auf die Gemeinde ist vor rund zwei Jahren bereits eine Investorengruppe zugekommen. Dabei plant die Cottbuser BKO nature power GmbH auf einem Areal von ungefähr neun Hektar eine Ferienhaussiedlung am Scheibesee zu errichten und überlegt sogar sich mit einer Zweigstelle mit Schulungsräumen am Scheibesee in der nahen Umgebung des Spreetaler Ortsteil Burg niederzulassen.

Die Cottbuser sind für die Gemeinde keine Unbekannten. So baute BKO einen Solarpark an der Südstraße zwischen Spreewitz und Schwarze Pumpe.

Im Jahr 2012 fasste die Gemeinde dann den Aufstellungsbeschluss für das Vorhaben der Ferienhaussiedlung. "Bis heute sind wir über den Aufstellungsbeschluss noch nicht hinaus", bemerkt Bürgermeister Manfred Heine.

Momentan wird derzeit unter anderem mit den Eigentümern der betroffenen Flächen verhandelt. Die BKO würde die entsprechenden Flächen gerne abkaufen - doch trotz keiner großen bekannten Widerstände sind die Grundstückseigentümer laut Heine noch etwas verunsichert.

Deshalb wurde jetzt die Idee ins Leben gerufen, eine gemeinsame Gesellschaft zu gründen - in der sowohl die BKO als auch die Spreetaler Gemeinde mit integriert sind. "Den Eigentümern soll das ein Stück weit Sicherheit geben", so Heine.

Die Cottbuser BKO möchte derzeit nicht über die laufende Projektentwicklungsphase Auskunft geben. "Festzustellen ist: Ja wir wollen mit der Gemeinde Spreetal einen Beitrag zur Entwicklung des Scheibesees beitragen. Dazu werden gerade die Grundlagen erarbeitet", so Michael Ohme vom Vorstand der BKO. Weitere Auskünfte wolle die BKO erst nach Schaffung der Grundlagen geben.

Indessen überlegt Bürgermeister Manfred Heine, die Stadt Spremberg ebenfalls mit ins Gesellschafter-Boot zu holen. Denn neben Ferienurlaubern könne er sich auch vorstellen, Fachkräfte aus dem nahen Industriepark Schwarze Pumpe "erlebbares Wohnen am Scheibesee" zu ermöglichen. Spreetal verfolgt damit durchaus eine neue Strategie, um Fachkräfte zu halten. "Eine Umfrage unter Unternehmern hat uns und der Stadt Spremberg gezeigt, dass das ziehen würde. Wir brauchen diese weichen Standortfaktoren, nachdem wir Millionen in die Infrastruktur des Industriegebietes investiert haben", betont Heine. Da könne nicht mehr lange Zeit vertrödelt werden.

"Wir haben gemeinsam mit dem Investor die Zielsetzung am Scheibesee bis spätestens Mitte 2015 Baurecht zu schaffen, sodass bis 2016 gebaut werden kann.", so Heine.