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Spreestraße kostet zwei Millionen mehr

Bislang endet die Spreestraße am Abzweig von der Verbindung Neustadt – Mulkwitz. Vollendet wird sie einmal bis zum Spreewitzer Kreisel führen.
Bislang endet die Spreestraße am Abzweig von der Verbindung Neustadt – Mulkwitz. Vollendet wird sie einmal bis zum Spreewitzer Kreisel führen. FOTO: amz1
Neustadt/Spreewitz. Anfang 2017 soll Bewegung in die geplante Verlängerung der Spreestraße kommen. Dann, so kündigt das Landratsamt Bautzen als Bauherr an, beginne aller Voraussicht nach die Planfeststellung für den finalen Abschnitt. amz1

Zurzeit befinde sich die Trasse noch im Vorentwurf. Derzeit endet die bisherige Straße an der Verbindung Neustadt - Mulkwitz. Sie soll einmal weiter in Richtung des Kreisverkehrs in Spreewitz führen und so eine schnelle Verbindung der beiden Industriegebiete von Boxberg nach Schwarze Pumpe gewährleisten.

Favorisiert werde indes die Variante des Ausbaus der bereits bestehenden Ortsverbindung zwischen Neustadt und den Spreewitzer Ausbauten, teilt Kreissprecherin Frances Lein mit. Der Vorteil: Lediglich zweieinhalb Kilometer Straße müssten gänzlich neu errichtet werden, darunter die Spreebrücke. Der Rest sei bereits vorhanden und müsse nur ausgebaut werden.

Wann tatsächlich die Bauleute anrücken, sei derzeit noch völlig offen. Nach ursprünglichen Planungen sollte bereits in diesem Jahr mit dem Bau der Spreebrücke begonnen werden. Indes sind laut Landratsamt die Gesamtkosten bezüglich Bau und Grunderwerb für den Nordabschnitt der Spreestraße um 2,1 Millionen Euro gestiegen. Betrugen sie anfangs 14,5 Millionen Euro, so seien nunmehr 17,6 Millionen Euro fällig. Die anfallenden Planungskosten enthalte diese Rechnung noch nicht, heißt es aus Bautzen. Die Erhöhung werde damit begründet, dass anfangs "nur" eine Kostenschätzung vorlag, nunmehr aber auf konkrete Summen zurückgegriffen werden könne. Die Trasse könne nur mit entsprechenden Fördermitteln gebaut werden.

Indes plant der Landkreis Bautzen für seinen Anteil des bereits bestehenden Abschnitts der Spreestraße eine Fahrbahninstandsetzung. Diese erfolge nach der Sanierung der dortigen Filterbrunnen durch die LMBV. Der südliche Abschnitt der Spreestraße zwischen dem Abzweig Neustadt/Mulkwitz und dem Abzweig Sprey wurde vor fast genau 20 Jahren für den Verkehr freigegeben. Er befindet sich teilweise in einem erbärmlichen Zustand.