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Spreewitz
Spreestraße könnte im Jahr 2020 kommen

Mittelfristig soll der Kreisverkehr bei Spreewitz vierarmig sein. Dann mündet von Osten kommend die Spreestraße in den Knoten ein.
Mittelfristig soll der Kreisverkehr bei Spreewitz vierarmig sein. Dann mündet von Osten kommend die Spreestraße in den Knoten ein. FOTO: amz
Neustadt/Bautzen. Der letzte Abschnitt der Spreestraße könnte im Jahr 2020 gebaut werden. Damit wären die Industriegebiete von Schwarze Pumpe und Boxberg schneller erreichbar.

Wenn alles klappt wie geplant, könnte der letzte Abschnitt der Spreestraße im Jahr 2020 gebaut werden. Das teilt der Landkreis Bautzen auf RUNDSCHAU-Nachfrage mit. Es handelt sich um die rund fünf Kilometer  zwischen der S 130 zwischen Neustadt und Mulkwitz und dem Spreewitzer Kreisel. Davon müsse lediglich die Hälfte komplett neu gebaut werden. Die übrigen Kilometer bestehen bereits. Diese Distanz zwischen Neustadt und den Spreewitzer Ausbauten brauche nur ausgebaut zu werden.

Kernstück des nordwestlichen Astes der Spreestraße solle die Brücke über die Spree bilden. Die Überführung, die sich zwischen Spreewitz und der Spreewitzer Siedlung befinden wird, habe eine Länge von mehr als einem halben Kilometer. Der Landkreis, auf dessen Territorium der noch fehlende Abschnitt liegt, hatte bereits Ende 2016 die entsprechenden Planungsunterlagen bei der zuständigen Behörde eingereicht. In diesem Jahr folgten weitere geforderte Gutachten, die noch im Dezember eingereicht werden sollen. Dann folge die Planfeststellung. Diese war ursprünglich bereits für dieses Jahr vorgesehen.

Wie es anschließend weitergeht, hänge von mehreren Faktoren ab, so Kreissprecher Gernot Schweitzer. Stichworte seien Einwände im Rahmen der Anhörung, Auslegungsfristen, Änderungen der Planunterlagen und manches mehr. Nach der Planfeststellung folge zeitnah die Herstellung des Baurechts.

Die Straße solle in mehreren Abschnitten realisiert werden. Anlass seien unter anderem die zu kreuzenden Bahntrassen sowie der Umweltschutz. Daher könne es jetzt auch noch keine Aussage zur Bauzeit geben. Laut Landkreis sind derzeit keine Kostenabweichungen erkennbar. Aktuell werde von rund 17,6 Millionen Euro ausgegangen. Den größten Posten bilde die Spreebrücke.

Der Landkreis Bautzen misst der zeitnahen Realisierung der Spreestraße eine maßgebliche Bedeutung bei. Die Trasse diene der schnelleren Erreichbarkeit der Industriegebiete von Schwarze Pumpe und Boxberg. Zudem sollen Burgneudorf und Spreewitz vom Schwerverkehr entlastet werden.

Aktuell beginnt die Spreestraße an der B 156 bei Boxberg und endet an der S 130 zwischen Neustadt und Mulkwitz. Ende 2017 jährt sich die Verkehrsfreigabe auf dem größten Teil dieses Abschnittes zum bereits 20. Mal. Ist die Spreestraße eines Tages komplett, brauchen die Autofahrer zwischen Boxberg/B 156 und Schwarze Pumpe/B 97 inklusive der ebenfalls in Planung befindlichen Südumfahrung Schwarze Pumpe nicht eine Ortschaft zu durchqueren.

(amz)