Es scheint, als könne die junge Frau ihr Glück noch gar nicht fassen. So oft es möglich ist, ist die 24-Jährige bei ihrem Söhnchen auf der Frühgeborenenstation, wo er zur Beobachtung liegt und fürsorglich betreut wird. Zärtlich hält sie seine winzigen Händchen, streicht ihm beruhigend über das Köpfchen, freut sich, wenn er mit großen Augen die Umgebung bestaunt und ein Lächeln seinen kleinen Mund umspielt. Sie findet es super, dass ausgerechnet ihr Schätzchen RUNDSCHAU-Baby der Woche ist.
Ein Kind haben sich Kerstin und Heiko Hentschel aus Wittichenau von Herzen gewünscht. Ihr Sohn kam am Montag, 3. Oktober, um 15 Uhr, in der Frauenklinik zur Welt. Erwartet wurde der Kleine von seinen Eltern allerdings bereits zwei Tage früher. „Meine Hebamme Simone Töppel hatte den 1. Oktober als Geburtstermin errechnetet“ , erzählt die 24-jährige Mama. „Erste heftige Wehen spürte ich Sonntagnacht, aber noch nicht in regelmäßigen Abständen“ , schildert die Wittichenauerin rückblickend. Sie wäre ruhig geblieben, doch an Schlaf sei nicht mehr zu denken gewesen. Montag um 10 Uhr hatte die Hochschwangere einen Termin mit ihrer Hebamme in der Geburtenklinik. Der werdende Papa, Heiko Hentschel, hatte auf Grund des Feiertages frei und konnte seine Frau nach Hoyerswerda chauffieren. Der 30-Jährige wollte unbedingt bei der Ankunft seines Kindes dabei sein.
Punkt 15 Uhr wurde Pascal entbunden, ein süßes Bübchen, 53 Zentimeter groß und 3523 Gramm schwer. „Mein Mann hat mir sehr geholfen. Es ist schön, wenn man in diesen Stunden eine vertraute Person an seiner Seite hat“ , gesteht Kerstin Hentschel. Sie verrät, dass ihr Schatz zweimal die Schere ansetzen musste, um die Nabelschnur zu durchtrennen. Ein Grund für die Hebamme zu orakeln, „da werden wir uns wohl noch einmal wiedersehen.“ „Das ist keineswegs ausgeschlossen“ , bekennt die 24-Jährige lächelnd, „denn Pascal soll später noch ein Geschwisterchen bekommen.“ Ganz toll findet sie die Fußabdrücke des Kleinen im Babypass, der auch die ersten wichtigen Daten des Säuglings enthält. Ganz gespannt auf ihren Enkel und Urenkel waren die Großeltern, Monika und Michael Kreuz, Brigitta und Peter Hentschel, sowie die Uromi, Hildegard Wersch. Drei Stunden nach der Geburt von Pascal eilten sie in die Klinik und statteten der frisch gebackenen Mama und ihrem Baby einen ersten Besuch ab. „Meine Mutti und mein Vati sowie Heikos Eltern und seine Oma waren sprachlos und total begeistert von unserem Sonnenschein“ , sagt Kerstin Hentschel, nickt bestätigend mit dem Kopf und streichelt die winzigen Finger ihres Sohnes.
Eigentlich wollten die Eheleute gern vor der Geburt wissen, ob es ein Junge oder ein Mädchen wird. „Leider war das Geschlecht beim Ultraschall nicht zu erkennen“ , erzählt die Mutti. Deshalb suchte das Paar nicht nur einen Vornamen für einen Jungen, sondern auch einen für ein Mädchen aus. Den wollte Kerstin Hentschel aber nicht verraten. „Für den Fall der Fälle“ , sagt sie augenzwinkernd. Dann schweigt sie für einen Moment, weil Pascal sie mit großen Kulleraugen anschaut. Gerührt nimmt sie seine Händchen und knuddelt sie.