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| 15:07 Uhr

Sprachenolympiade
Sprachenvielfalt bei Olympiade

Vivian Joanna Burri, Bianca Besser und Annika Balting (v. l.) lösen Latein-Aufgaben.
Vivian Joanna Burri, Bianca Besser und Annika Balting (v. l.) lösen Latein-Aufgaben. FOTO: Katrin Demczenko
Hoyerswerda. Hoyerswerdaer Schüler lösen knifflige Aufgaben und das in verschiedenen Fremdsprachen. Von Katrin Demczenko

„Ready for take off to Toronto“ - mit diesem Startklar-Signal für den Flug nach Toronto hat die Klasse 8c der Christlichen Schule Johanneum die Teilnehmer der Sprachenolympiade der drei Hoy­erswerdaer Gymnasien begrüßt. Auf der Bühne gestalteten Schüler des gastgebenden Johanneums einen Flug nach Kanada, auf dem sie miteinander Russisch, Englisch, Französisch und Latein sprechen mussten inklusive verschiedener Missverständnisse, die dabei auftraten.

Danach lösten die neun besten Schüler der siebenten Klassen in schulgemischten Gruppen Aufgaben in russischer Sprache. Neun Achtklässler arbeiteten in Englisch, ebenso viele aus Klasse 9 in Französisch und die Zehner befassten sich mit Latein. Besonders in dieser alten Sprache ist die Zusammenarbeit der Schüler gefragt, denn sie wird in jedem Gymnasium anders unterrichtet. Am Johanneum ist Latein zweite Fremdsprache, am Foucault-Gymnasium dritte und am Lessing-Gymnasium findet sie als Arbeitsgemeinschaft (AG) mit Ergänzungsprüfung zum Latinum statt.

AG-Leiterin ist Kerstin Graumüller. Vivian Joana Burri ist ihre Schülerin. Sie arbeitete an der Lösung der Aufgabe mit, deutsch formulierte Thesen aus der „Charta der europäischen Identität“ der EU mithilfe lateinischer Sprachkenntnisse französischen, italienischen und spanischen Entsprechungen zuzuordnen. Von dieser Charta wusste das Mädchen bisher nichts, also habe die Sprachenolympiade ihr Allgemeinwissen erweitert. Die Übersetzung lateinischer Pflanzennamen ins Deutsche war für Bianca Besser vom Foucault-Gymnasium spannend und nicht so einfach. „Das ist mal was anderes“, sagte die Zehntklässlerin, die auch den Kontakt mit Schülern anderer Schulen gut findet.

Englischlehrerin Katherine Nowotnick vom Johanneum hatte mit Fachkollegen der anderen Schulen schriftliche Aufgaben im Bereich Hör- und Leseverstehen vorbereitet. Danach musste jede Gruppe einen Sketch über ein vorgegebenes Thema einüben. Achtklässlerin Marie Luise Finke vom Johanneum erzählt, dass ihre Dreiergruppe unter anderem einen Dialog über eine verwechselte Pizzabestellung entwickeln musste und schriftlich eine Geografie-Aufgabe über Kanada gelöst hat.

Da Englisch für alle Schüler erste Fremdsprache ist, erarbeitete hier jeder Gymnasiast die schriftlichen Aufgaben selbstständig. Die Ergebnisse zählten aber für die Gruppe, ebenso wie das gemeinsam vorgeführte Gespräch, erklärt Katherine Nowotnick. Obwohl die je drei teilnehmenden Schülergruppen in Russisch, Französisch, Englisch und Latein von den Lehrern mit Punkten bewertet wurden, sind die wichtigsten Ziele der Sprachenolympiade schulübergreifendes Lernen, die Verbesserung der Sprachkenntnisse und die Entwicklung interkultureller Kompetenzen.