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| 15:57 Uhr

Sportabzeichen
Sportsgeist trotzt der Hitze

Anton Hinke ist Fußballer. Der 18-Jährige trainiert regelmäßig Ausdauer und Schnelligkeit. Deshalb waren die 3000 Meter für das Sportabzeichen auch bei Hitze für ihn kein Problem.
Anton Hinke ist Fußballer. Der 18-Jährige trainiert regelmäßig Ausdauer und Schnelligkeit. Deshalb waren die 3000 Meter für das Sportabzeichen auch bei Hitze für ihn kein Problem. FOTO: Katrin Demczenko
Hoyerswerda. Am Dienstag konnten Hoyerswerdaer im Sportforum das Sportabzeichen ablegen. Trotz hoher Temperaturen stellten die Teilnehmer ihre gute Fitness und Ausdauer unter Beweis. Von Katrin Demczenko

Fast 30 Grad zeigt das Thermometer am Dienstagnachmittag im Sportforum Hoyerswerda. Doch 40 Schüler, Erwachsene und auch einige Senioren lassen sich von der Hitze nicht beeindrucken: Unbeirrt drehen sie auf der Läuferbahn ihre Runden, springen und werfen den Medizinball. Denn heute wird das Deutsche Sportabzeichen abgelegt. Auch Hitze nehmen die Teilnehmer dafür in Kauf, sagt Carsten Stephan vom Kreissportbund Bautzen.

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) legt jährlich fest, welche Leistungen die Teilnehmer je nach Geschlecht und Altersgruppe in den Grundfähigkeiten Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination erbringen müssen. Das Schwimmen gehört immer mit dazu, erklärt Carsten Stephan.

Dass Hoyerswerda sportliche Kinder hat, werden die Grundschulen „An der Elster“ und die Lindenschule am 1. Juni zum Kindertag im Jahnstadion unter Beweis stellen und dann ihr Sportabzeichen ablegen. Insgesamt 600 Schüler haben sich im Sportunterricht darauf vorbereitet.

Am Sportforum sind am Dienstag an vier Stationen vom DOSB ausgebildete Prüfer und etliche Helfer, in Summe 22 Personen, im Einsatz, um die Sportabzeichen-Prüfung durchzuführen. Einer von ihnen ist Sven Müßigbrodt, der als Übungsleiter beim Sportclub Hoyerswerda acht- bis sechzehnjährige Leichtathleten trainiert. An „seiner“ Station geht es um das Werfen. „Je nach Alter wird Schlagball, Wurfball oder Medizinball geworfen, um die Schnellkraft zu überprüfen. Und mit der Disziplin Schleuderball wird die Koordinationsfähigkeit getestet“, erklärt der Übungsleiter. Eine Alternative für Schleuderball ist Weitsprung und statt des Ballwurfs kann auch Standweitsprung absolviert werden, zählt Sven Müßigbrodt die verschiedenen Wege auf, zum Sportabzeichen zu kommen. „Jeder Mensch mit einer gewissen Grundfitness kann es ablegen“, ist der Übungsleiter überzeugt.

Bei der Veranstaltung am Dienstag waren Sportler sowie Trainer des Leichathletik-, Reha- und Gesundheitssportvereins (LARG) Hoyerswerda, des hiesigen Sportclubs und 15- bis 18-jährige Fußballer des Sportvereins (SV) Zeißig mit dabei. Der Trainer und stellvertretende LARG-Vorsitzende Alexander Sommer legt mit seinen Kindern jedes Jahr das Sportabzeichen ab, „denn Bewegung gehört in unserer Familie dazu“. Bis vor fünf Jahren war er beim Kanurennsport am Knappensee und lief auch Marathons. Mit der beginnenden Sanierung des Sees musste Alexander Sommer aber eine neue Sportart für sich finden und kam zum LARG, in dem seine Kinder schon trainierten. Seit eineinhalb Jahren ist Alexander Sommer nun Diskuswerfer und erreichte im März 2018 in Madrid in der Halle den Vizeeuropameistertitel in seiner Altersklasse 40 - ein unerwarteter großer Erfolg.

Anton Hinke gehört dagegen zur A-Jugend des SV Zeißig und legt das Sportabzeichen zum ersten Mal ab. Fußballer trainieren regelmäßig Ausdauer, Schnelligkeit und Kraft, sagt der 18-Jährige. Und deshalb sind die Anforderungen im Sprint, Ausdauerlauf und Medizinballwerfen kein Problem für ihn. Nach drei Disziplinen stimmten Anton Hinkes Leistungen bereits und das Goldene Sportabzeichen ist in greifbarer Nähe. Darüber freut sich der künftige Studenten der Sportökonomie.