| 17:09 Uhr

Volleyball
Trotz zweier Niederlagen auf Platz vier geklettert

Hoyerswerda. In der Bezirksliga verlieren die Damen der Volleyballfreunde Blau-Weiß Hoyerswerda gegen Herrnhut und den MSV Bautzen. Von Rüdiger Nobel

Manchmal schreibt der Sport doch seltsame Geschichten. Da verlieren die Blau-Weiß-Damen bei ihrer Heimspielpremiere in der Volleyball-Bezirksliga beide Spiele gegen starke Gegnerschaft, klettern aber trotzdem von Platz sechs auf Platz vier. Ein gewonnener Punkt, drei siegreiche Sätze und eine ganz enge Tabelle gaben dafür den Ausschlag. Aber eigentlich war für die Gastgeberinnen mehr drin.

Zuerst ging es gegen die großgewachsenen Herrnhuter Volleyfanten, die zwar zurzeit auf Platz acht in der Tabelle liegen, aber da wird sich der Vorjahreszweite nicht lange aufhalten. Die Blau-Weißen starteten wieder sehr nervös und ließen sofort abreißen (6:13). Nach 25 Minuten gewannen die Gäste mit 25:21. Im zweiten Abschnitt dann ein umgekehrtes Bild. Sina Wuschko und Katrin Urban brachten die Heimmannschaft mit guten Aufgaben in Front (16:10). Aber bereits jetzt war zu erkennen, wo die Schwachstellen bei Blau-Weiß waren. Der Trainer machte sie auf einer der beiden Mittelangriffspositionen und bei der Blocksicherung aus. Trotzdem ging der Satz mit 25:21 nach 27 Minuten an die Hoyerswerdaerinnen. Nun bestimmten die Einheimischen die Szenerie. Mit 11:5 lagen die Mädchen um die erneut gut aufgelegte Spielführerin Cindy Keller in Front, aber wie gewonnen, so zerronnen, denn beim 15:15 war wieder alles ausgeglichen. Und so wechselten sich spektakuläre Aktionen in Angriff (Ricarda Richter, Sina Wuschko, Katrin Urban) und Abwehr (Caro Gropler, Cindy Lukas) mit Black-Outs bei gelegten Bällen der Herrnhuter Mädchen und zum Teil haarsträubender technischer Fehler ab. So ermöglichten die Blau-Weißen den Gästen nach einer halben Stunde das 27:25 zum 2:1. Der 4. Durchgang machte aber doch den Unterschied. Die Kapitänin der Volleyfanten, Kristin Peschel, machte dann von der Mittelposition mit dem Hoyerswerdaer Team, was sie wollte. Über 8:9, 11:16 und 14:20 ging es nach 21 Minuten zum 19:25 aus BW-Sicht und damit zum 3:1 für Herrnhut.

Nun ging es gegen den alten und neuen Tabellenzweiten, MSV Bautzen, der mit 11 Spielerinnen angereist war. Nach einer Aufgabenserie von Ricarda Richter zogen die Blau-Weißen auf 15:8 davon – die Satzvorentscheidung. Nach 25 Minuten war der erste Satzsieg eingefahren (25:21). Im zweiten Durchgang war dann bis zum 18:18 alles offen, aber es mehrten sich jetzt die kleinen Fehler und Unzulänglichkeiten bei den Gastgeberinnen. Die MSV-Mädchen machten nach 28 Minuten mit 26:24 den Sack zu. Der dritte Satz war dann wieder ein richtig guter. Bis zum 20:20 war Spannung pur und ein ständiges Auf und Ab zu beobachten, aber am Schluss hatten die Nobel-Mädels nach 26 Minuten mit 25:23 den längeren Atem. Damit war ein Punkt gesichert. Doch mit 25:11 und 15:6 holten sich die Gäste doch noch den Sieg.

VF BW spielte mit: Cindy Keller, Cindy Lukas, Ricarda Richter, Karolin Schuricht, Deborah Steglich, Katrin Urban, Sina Wuschko, Claudia Karg und Caro Gropler