| 18:04 Uhr

Handball
Starker Auftritt des SC Hoyerswerda

Sophia Rösler setzt sich hier gegen die Magdeburger Spielerinnen durch. Sie erzielte am Ende fünf Treffer.
Sophia Rösler setzt sich hier gegen die Magdeburger Spielerinnen durch. Sie erzielte am Ende fünf Treffer. FOTO: Werner Müller
Hoyerswerda. Die Handball-Frauen bezwingen in der Mitteldeutschen Oberliga den BSV 93 Magdeburg mit 26:24 (17:14).

Zum vorletzten Heimspiel traf der Tabellenzehnte vom SC Hoyerswerda auf den favorisierten und hochmotivierten Sechsten vom BSV 93 Magdeburg. Trotz dieser Ausgangslage rechneten sich die treuen Fans der Gastgeberinnen für ihre Mannschaft etwas aus. Und sie sollten nicht enttäuscht werden.

Das Trainerteam um René Althaus vertraute seinen etablierten Spielerinnen und setzte dabei auf den Außen auf Natascha Will und die aufstrebende Alina Weber.

Von Beginn an zeigten die Hoyerswerdaerinnen ihr gewachsenes Spiel in dieser Saison. Sie agierten aus ihrer gewohnt aufmerksamen Deckung heraus auch im Angriff sehr besonnen und überlegt. Demnach konnten sie sich über die Stationen 4:3; 6:5 bis zum 9:5 in der 10. Minute erstmals eine Vier-Tore-Führung erspielen. Der Gästetrainer reagierte seinerseits mit der ersten Auszeit. Doch die SC-Mädels ließen sich nicht von ihrem Spiel abbringen und hielten konstant über 11:6; 13:8 sowie 15:13 den Vorsprung. Diesmal bekamen die begeisterten Zuschauer kämpferischen Frauenhandball vom Feinsten geboten. Dies zeigten auch die anschließenden Treffer von Charlott Schöps, die wunderbar in den freien Raum stieß, und Sophia Rösler, die nach einem Doppelpass gekonnt zum 17:14-Halbzeitstand verwandelte.

zu Beginn der zweiten Halbzeit kam das SC-Spiel ins Stocken und die Magdeburgerinnen konnten den Anschluss zum 17:16 herstellen. In diesem kritischen Moment setzte sich Vera Apitz ganz stark im 1:1 durch und erzielte das Wichtige 18:16. Keine drei Minuten später erhielt sie ihre zweite Zeitstrafe und die Gäste verwandelten ihren fälligen Siebenmeter zum erneuten Anschluss. Das Spiel stand „auf Messers Schneide“ und das Hoyerswerdaer Trainerteam nahm eine Auszeit. Auch diesmal fand René Althaus die richtigen Worte und die SC-Mädels überstanden die Unterzahl letztlich mit nur einem Gegentor. Kaum von ihrer Strafe zurück erzielte Vera Apitz gar das 19:17 und Sophia Rösler den 20. Treffer für die Gastgeberinnen.

Beim 22:18 durch Alina Weber war der Vorsprung wieder auf vier Tore angewachsen und der Gästetrainer sah sich gezwungen, eine erneute Auszeit zu nehmen. Wieder kamen die Gäste zehn Minuten vor Schluss auf zwei Tore (22:20) heran. Der folgende Treffer durch Laura Rosemann stand wohl stellvertretend für das aufopferungsvolle Spiel der Hoyerswerdaerinnen. Nach vorangegangenen Schlag ins Gesicht und rüde zu Fall gebracht, traf sie dennoch liegend zum 23:20. Von einem Sieg waren die SC-Mädels nicht abzubringen. Auch nicht durch die rote Karte für Vera Apitz in der 55. Minute, die zwischenzeitliche Manndeckung gegen alle Spielerinnen oder die Zeitstrafe gegen Laura Rosemann in der 59. Minute.

Über die Treffer zum 24:20 und 25:22 blieb es der wieder sehr stark sowie selbstbewusst spielenden Alina Weber vorbehalten, das letzte und entscheidende 26. Tor zu erzielen.

Für den SC Hoyerswerda spielten: L. Spallek (Tor), L. Schmidt (Tor), V. Apitz (5), L. Rosemann (8), C. Schöps (1), Al. Weber (4), L. Schkommodau (n.e.), A. Weber (n.e.), S. Rösler (5), N. Will (3) und N. Krebs