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Fussball
Per Anhalter zurück ins heimische Hoyerswerda

Die ehemaligen Aufbau-Fußballer haben sich in Hoyerswerda getroffen.
Die ehemaligen Aufbau-Fußballer haben sich in Hoyerswerda getroffen. FOTO: Werner Müller / Müller Werner
Hoyerswerda. Die Aufbaufußballer der 70er-Jahre trafen sich jetzt in ihrer ehemaligen Heimatstadt und kramten dabei viele alte Geschichten hervor. Von Werner Müller

Es war ein Wiedersehen - für manch einen nach Jahrzehnten. Die ehemaligen Fußballer der 70er Jahre vom damaligen Verein BSG Aufbau Hoyerswerda kamen mit ihren Partnerinnen in der einstigen Heimatstadt zusammen. Mehrmals ließen sie dabei die alte Vereinshymne „Rot und Weiß, wie lieb ich Dich“ erklingen. Längst wohnen nicht mehr alle Ehemaligen in Hoyerswerda und den umliegenden Orten. Und so kamen sie aus ganz Deutschland angereist.Die Organisatoren Horst Jank und Rosi Börner konnten alle Adressen ausfindig machen.

Der gemeinsame Nachmittag und Abend bot natürlich eine Menge Gesprächsstoff. Die Kicker von damals erinnerten sich und diskutierten leidenschaftlich über besondere Spiele und viele gemeinsame Erlebnisse außerhalb des Fußballplatzes. So unter anderem über die regelmäßigen Ausflüge mit den Ehepartnern und Kindern mit dem Sonderzug ab Dresden nach Geising zum Wintersport. Nicht zu vergessen die jährlichen Faschingsfeiern und Schlachtfeste der Aufbau-Fußballer am Adlersportplatz. Die ehemalige Gastwirtin „Erna“ klagte regelmäßig über starke Rückenschmerzen, weil sie damals die vielen Bierkästen für die Fußballer schleppen musste.

Überhaupt konnte man feststellen wie stark der Zusammenhalt der alten Aufbauhelden der 70er Jahre die damals begonnene Gemeinschaft bis heute prägt. Viele Bilder und Fotoalben wurden in der großen Runde herumgereicht und die alten Erinnerungen wieder wachgerufen. Höhepunkt der Gespräche waren die Erinnerungen an die Fahrt zum Partnerverein in die CSR. Bei der Heimfahrt ging der Bus kaputt. Ein Ausweichbus stand nicht zur Verfügung. Jeder nahm nur die wichtigsten Sachen und Papiere für die Grenze mit und schlug sich per Anhalter nach Hoyerswerda durch. Einige kamen erst Tage später in der Heimat an. Diese Episode sorgte für allgemeine Erheiterung.

Ausnahmslos alle Teilnehmer des Wiedersehens waren über die willkommene Abwechslung beim Treffen hellauf begeistert. Beim Ältesten unter ihnen, dem 84-jährigen Klaus Bubahn, leuchteten die Augen, als er über den Zusammenhalt der damaligen Truppe sprach. „Wo gibt es denn heute noch so etwas?“, fragte er und erntete dafür große Zustimmung.

Alle Teilnehmer des Treffs bekamen am Ende ein gesticktes Emblem von Aufbau Hoyerswerda überreicht. Und sie vereinbarten noch am Abend in Hoyerswerda, dass sie sich in zwei Jahren in gleicher Runde wiedersehen wollen. „Ein überragendes Treffen“ - so bezeichneten die einstigen Aufbau-Kicker ihre Runde