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| 17:46 Uhr

Fussball
Neustadt nutzt Rote-Karten-Flut gegen Borea

Stefan Beil (l.) gelang für den VfB Weißwasser im Spiel gegen Großröhrsdorf ein Doppelpack.
Stefan Beil (l.) gelang für den VfB Weißwasser im Spiel gegen Großröhrsdorf ein Doppelpack. FOTO: Joachim Rehle
Fußball-Landesklasse Ost. Beim am Ende klaren  5:2-Erfolg des LSV in der Fußball-Landesklasse kassieren die Gäste aus Dresden dreimal die rote Karte.

VfB Weißwasser – SC 1911 Großröhrsdorf 3:0 (1:0) Tore: 1:0 Beil (7.), 2:0 Reimann (78.), 3:0 Beil (87./EM), Schiedsrichter: Michael Schröder, Zuschauer: 94, VfB: Woithe, Kraatz (67. Trause), Lukschanderl, Beil, Biela, Hartelt, Petrova (75. Kleinfeld), Schmidt, Buder, Balko, Reimann

Das Spiel auf dem Kunstrasenplatz begannen die Hausherren mit Druck auf die Gästeabwehr. In der Anfangsphase gelang es den Schwarz-Weißen immer wieder, die zweiten Bälle zu sichern. Die Zweikämpfe wurden beherzt geführt und so hatte der VfB deutlich mehr Spielanteile. Mit dem ersten zu Ende gespielten Angriff erzielte Stefan Beil das 1:0 mit einem Flachschuss in die lange Ecke. Philipp Reimann steckte zuvor klasse durch und bediente den Weißwasseraner Goalgetter perfekt. Weiterhin war der VfB um Spielkontrolle bemüht. Doch immer wieder musste die Gastgeberabwehr auf die beiden Sturmspitzen des SC acht geben. Das Spiel verlagerte sich mehr und mehr zwischen die Strafräume. Weißwasser bemühte sich um Angriffe, blieb aber oft in der vielbeinigen Gästeabwehr stecken. Gefährlich wurde es immer dann, wenn der Ball schnell und zumeist flach gespielt wurde. Die zweite Halbzeit ähnelte Halbzeit eins. Positiv zu erwähnen ist, dass die Männer um Trainer Andrè Fritsche diesmal nicht den Beginn der zweiten Halbzeit verschliefen. Nach 78 Spielminuten war es dann der auffällige Reimann selbst, der die Entscheidung in diesem Spiel markierte. Einen klasse vorgetragenen Angriff spielten die Weißwasseraner über Lukschanderl und Beil auf der rechten Seite. Letztgenannter legte quer auf Reimann, der mit langem Bein den Ball über die Torlinie beförderte. Den Schlusspunkt setzte Beil vom Elfmeterpunkt. Mit seinem 12. Saisontor markierte er das 3:0 und schickte Keeper Roberto Klotz in die falsche Ecke. Den Elfmeterpfiff des souverän leitenden Schiedsrichters Michael Schröder erzwang Youngster Luca Hartelt. Mit 19 Punkten nach 13 Spielen ist der VfB in der Landesklasse angekommen.

SV Zeißig - TSV Rotation Dresden 0:0; SR: Max Nerger; Z: 53, Zeißig: Schäfer, Helm, Bach, Kober, Schumacher, S. Müller, Tschierske (60. Kloß), Geso, B. Müller (79. Laser), Döhl, Franke.

Das Spiel begann verhalten, beide Mannschaften legten den Fokus zunächst auf die Defensive. Nach und nach übernahmen die Zeißiger das Spiel. Die beste Chance für die Hausherren setzte David Schumacher gegen den Pfosten. Auf der Gegenseite blieben die Gäste mit guten Umschaltspiel stets gefährlich. Im zweiten Durchgang wurde Rotation deutlich aktiver und erspielten sich gute Möglichkeiten, um in Führung zu gehen. Die beste Großchance setzte Sebastian Tews knapp neben den Pfosten. Alle anderen Angriffsbemühungen blieben an einer kompakt stehenden Zeißiger Defensive hängen oder wurden von einem gut aufgelegten Denny Schäfer vereitelt. „Wir können mit dem Punkt gut leben, denn an die zuletzt gezeigten Leistungen konnten wir heute keineswegs anknüpfen“, so das Fazit von Andreas Kober. „Ein gerechtes Unentschieden, wir waren in der ersten Halbzeit spielbestimmend mit den besseren Chancen, Rotation war in der zweiten Halbzeit deutlich besser“, so Kapitän Tony Bach.

LSV Neustadt/Spree - SC Borea Dresden 5:2 (2:2) Tore: 1:0 Rodrigues (26.); 2:0 Gamla (28.); 2:1 Schöne (30.); 2:2 Wolf (43.); 3:2 Dolbin (51.); 4:2, 5:2 Rodrigues (76., 79.); SR: Johann Seidl; Z: 82; Neustadt: Kosel, Sauer, Gamla, Schneider, De Souza Barros, Rodrigues, Liebe, Antkewitz (65. Liebsch), Lohr (46. Kölzow), Kazadi-Leonowicz, Kosman (46. Dolbin)

In einer von vielen Herausstellungen geprägten Partie behielten die Gastgeber am Ende das bessere Ende für sich, auch weil sich Borea Dresden selbst dezimierte und das Spiel mit acht Akteuren beendete. Nach einer schnellen 2:0-Führung wurden die Neustädter fahrlässig. Das Borea-Team entschied sich für Fußball und erzielte in fünf Minuten zwei Tore. Nach dem Wechsel gab der LSV Neustadt viel Gas, hatte viele Möglichkeiten und sorgte schließlich noch für ein standesgemäßes Ergebnis. „Wir hätten durchaus noch höher gewinnen können“, bilanzierte Silvio Liebe. Kapitän Carsten Schneider zeigte sich selbstkritisch: „Schwaches Spiel gegen einen sich selbst dezimierenden Gegner. Wir führten 2:0 und gaben das Spiel so leichtfertig wieder aus der Hand. Ohne die drei roten Karten für Borea wäre es sicher schwer geworden die drei Punkte in Neustadt zu behalten.“