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| 19:49 Uhr

Handball
LHV gewinnt Ostsachsenderby

Dank an die Einpeitscher: Die Fans des LHV Hoyerswerda durften sich über ein neues Banner freuen.
Dank an die Einpeitscher: Die Fans des LHV Hoyerswerda durften sich über ein neues Banner freuen. FOTO: Werner Müller
Hoyerswerda. Die Hoyerswerdaer Handballer feiern mit dem 25:22 (13:10) gegen Cunewalde einen tollen Start in die Sachsenliga-Saison.

Der LHV Hoyerswerda ist perfekt in die neue Sachsenliga-Saison gestartet. Im Ostsachsenderby wurde zum Auftakt in heimischer Halle der HVO Cunewalde mit 25:22 (13:10) bezwungen. Bestens aufgelegt waren auch die LHV-Fans, die mit einer tollen Choreografie aufwarteten. Auch die LHV-Handballer ließen sich nicht lumpen und schenkten ihren Einpeitschern für die Auswärtsspiele ein neues Banner als Dank für die riesige Unterstützung.

Für LHV-Kapitän Ronny Eckert war das am Samstag zudem nicht nur der erste Spieltag, sondern auch sein 30. Geburtstag. Nach dem Spiel versprach er den Fans als Dank ein Fass Freibier.

Bis dahin hieß es für die Hoyerswerdaer Handballer aber, 60 Minuten schwere Arbeit hinter sich zu bringen. LHV-Trainer Conni Böhme hatte schon vor dem Spiel gewarnt, dass es diesmal sicherlich nicht so eine einfache Sache wie jüngst beim Vorbereitungsturnier werden würde. „Carsten und ich kennen uns schon so lange und sind miteinander befreundet, so wusste ich schon, dass er sich etwas einfallen lassen und sein Team nicht noch mal so auftreten würde”, so Böhme.

Für Alexander Canbek (l.) und den LHV war es bis zum 19:19 ein enges Duell. Dann zogen die Hoyerswerdaer aber davon.
Für Alexander Canbek (l.) und den LHV war es bis zum 19:19 ein enges Duell. Dann zogen die Hoyerswerdaer aber davon. FOTO: Werner Müller

Die LHVer begannen mit ihrer gewohnt offensiven und aggressiven Abwehr. Es gelang, die Cunewalder immer wieder zu Fehlern zu zwingen oder zu nicht optimalen Torabschlüssen, die ein gut aufgelegter Max Kastner entschärfte. 6:2 leuchtete es so nach zwölf Minuten auf der Anzeigetafel im BSZ, und Gäste-Trainer Carsten John war zu seiner ersten Auszeit gezwungen.

Zu dem selben taktischen Schachzug griff dann später auch LHV-Trainer Conni Böhme, als die Gäste nach 16 Minuten den 7:7-Ausgleich erzielt hatten. Vor allem mit der Chancenverwertung war der Hoyerswerdaer Coach nicht zufrieden und mahnte zu mehr Konzentration. Seine Worte fruchteten sofort und die Einheimischen bauten die Führung wieder auf 12:7 aus (23. Minute). Der Coach wechselte auch schon in der ersten Spielhälfte alle Spieler durch, um die Kräfte auf alle Schultern zu verteilen. „Das ist für uns ein enormer Vorteil in der Saison. Ich kann jede Position gleichwertig wechseln, ohne dass es auch nur einen kleinen Leistungsabbruch gibt. Dadurch können alle ihre Akkus auch einmal zwischendurch aufladen”, erklärt der LHV-Trainer.

Seine Mannschaft musste in Unterzahl noch einmal zwei Treffer hinnehmen, so dass die Seiten beim 13:10 gewechselt wurden. Die Drei-Tore-Führung hielt bis zum 17:14-Treffer durch Leon Burmeister. Vier Minuten später war der 17:17-Ausgleich erzielt und das gleiche Prozedere wie im ersten Spielabschnitt trat ein – in einer Auszeit wurden die Weichen neu gestellt.

Bis zum 19:19 hielt der Gleichstand, bevor die Einpeitscher ihren LHV weiter nach vorn trieben und die in ihren neuen grauen Heimtrikots spielenden Zuse-Städter wieder einen Gang hoch schalteten. Tobias Sieber, der ein gutes Spiel zeigte, erzielte das 22:19, dem Lukas Seifert kurz danach noch ein Geschoss in den Torwinkel folgen ließ. Diese Führung ließen sich die LHVer nicht mehr nehmen. Dem Geburtstagskind Ronny Eckert war es schließlich vorbehalten, den letzten Hoyerswerdaer Treffer zum 25:21 zu erzielen. Die Gäste kamen nur noch zum Anschluss und dem 25:22-Endstand.

So konnten die LHV-Fans ihr „Derby-Sieger”-Banner enthüllen und mit ihrem Team den gelungenen Saisonstart feiern. „Bei uns waren alle sehr nervös vor dem Spiel – jeder wollte es besonders gut machen und war zum Teil übermotiviert“, resümierte das LHV-Trainergespann. „Cunewalde hat uns das Leben auch mit körperlicher Härte sehr schwer gemacht. Aber wir hatten nie das Gefühl, dass wir dieses Spiel verlieren könnten, da wir wussten, dass wir gerade am Ende noch mehr Benzin im Tank haben.“

 

LHV Hoyerswerda: Max Kastner, Henry Schacht – Ben Krahl (2/1), Nils Nitzsche, Dario Feuerriegel (1), Tobias Sieber (5/3), Christian Herzer (1), Lukas Seifert (1), Ronny Eckert (3), Leon Burmeister (3), Florian Arend (4), Fabian Knofe (1), Alexander Canbek (4)
Trainer/Betreuer: Conni Böhme, Torsten Tschierske, Maik Huth