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| 17:53 Uhr

Handball
LHV gelingt Wiedergutmachung

Dario Feuerriegel setzt sich hier gegen die Abwehr der Riesaer durch. Er sorgte auch für den letzten Treffer des Tages.
Dario Feuerriegel setzt sich hier gegen die Abwehr der Riesaer durch. Er sorgte auch für den letzten Treffer des Tages. FOTO: Werner Müller
Hoyerswerda. Das Heimspiel gegen die HSG Riesa/Oschatz gewinnen die Hoyerswerdaer souverän mit 26:16.

„Ich verlange eine Art Wiedergutmachung”, so die Worte von Trainer Conni Böhme nach der Niederlage beim EHV Aue II. Diese Wiedergutmachung sollte seine Mannschaft ihm im Heimspiel gegen die HSG Riesa/Oschatz geben. Die LHVer waren vor den Gästen gewarnt. Nicht nur, weil es vor zwei Jahren schon einmal eine vermeidbare Heimniederlage gab – nein, auch am ersten Spieltag verloren die Riesaer nur denkbar knapp mit 34:32 beim MHV Absteiger HC Glauchau/Meerane. So hieß die Devise, durch ein gutes Abwehrspiel ins Tempospiel zu kommen.

Dieses Vorhaben klappte von Beginn an hervorragend. Die offensive Deckung des LHV machte es den Gäste sehr schwierig, zum Torabschluss zu kommen. Und klappte dies doch einmal, dann stand dahinter ein toll aufgelegter Max Kastner, der in der ersten Spielhälfte über 50 Prozent aller Würfe entschärfen konnte. Die ersten beiden Ballgewinne konnte dann auch gleich Ben Krahl mit zwei lupenreinen Kontern zum 2:0 nutzen. Florian Arend ließ gleich das 3:0 folgen, ehe auch die Gäste das erste Mal zum 3:1 trafen. Nach dem 4:1 bekamen die LHVer schon die zweite Zeitstrafe von den arg überforderten Brandenburger Schiedsrichtern. Dabei konnte ja noch keiner ahnen, dass die erste Spielhälfte noch ihre bessere war. Die Zuse-Städter ließen sich aber auch in Unterzahl nicht beeindrucken und rührten hinten weiter Beton an.

Beim 6:4 konnten die Riesaer kurz aufschließen, bevor die Hoyerswerdaer wieder durch einen Konter durch Fabian Knofe auf 11:5 davon zogen. Den letzten Treffer vor dem Seitenwechsel erzielte Alexander Canbek zum 14:7. Die Führung war auch in dieser Höhe verdient, da die LHVer das spielerisch klar bessere Team waren. In der Pause schwor sich das Team ein, nicht nachzulassen. Diese Vorgabe setzten die Zuse-Städter dann auch perfekt auf der Platte um. Die zweiminütige Überzahl nutzten sie gleich für drei blitzschnelle Treffer zum 17:7. Fabian Knofe ließ noch das 18:7 folgen und die Gäste mussten nach drei Spielminuten gleich wieder ihre Auszeit nehmen. Das weckte dann auch ihre Männer auf und es entwickelte sich ein munterer Schlagabtausch, der aber wenig später immer mehr in einem Kopfschütteln mündete.

Die Schiedsrichter hatten anscheinend eine völlig andere Regelauslegung als alle anderen Akteure auf der Platte. Sie verteilten auf beiden Seiten Zeitstrafen ohne Ende und dazu hatten sie beim Thema Schrittfehler eine katastrophale Auslegung. „Mein Trainerkollege aus Riesa und ich, wir haben da wirklich die Welt nicht mehr verstanden. Wenn man die Zeitstrafen sieht, muss man ja denken, es war ein Gekloppe. Dabei war es eine absolut faire Begegnung und die ganzen Schrittfehler, die nur die Beiden gesehen haben, gingen gar nicht”, so LHV-Trainer Conni Böhme mit einem Kopfschütteln. Das Spiel litt zunehmend durch das ständige Unterbrechen der beiden Schiedsrichter. Als dann auch LHV-Kapitän Ronny Eckert eine Zeitstrafe erhielt, standen beide Trainer nebeneinander am Kampfrichtertisch und sagten unisono: „Lasst doch bitte die Männer einfach nur Handball spielen!“

Der Sieg geriet für die Hoyerswerdaer nicht mehr in Gefahr, da auch den Gästen immer mehr die Kräfte schwanden und sie sich an der LHV-Deckung fest rannten. Dario Feuerriegel stellte beim 22:15 wieder die 7-Tore Halbzeitführung her. Selbiger war es dann auch, der den schönen Schlusspunkt zum 26:16 setzte. Nach einem schönen Spielzug wurde er mustergültig von Ben Krahl bedient und konnte per Kempa-Tor abschließen. Das riss dann auch noch einmal die Fans von ihren Sitzen und so konnten alle einen sicheren 10-Tore Heimsieg feiern. Damit war die vom LHV Trainer geforderte Wiedergutmachung geglückt und das Team konnte wieder einige Tabellenplätze nach oben klettern.

Der LHV spielte mit: Max Kastner, Henry Schacht - Ben Krahl (5/2), Nils Nitzsche (1), Dario Feuerriegel (2), Christian Herzer, Lukas Seifert (2), Ronny Eckert, Leon Burmeister (4), Florian Arend (3), Fabian Knofe (4), Alexander Canbek (5); Trainer/Betreuer: Conni Böhme, Torsten Tschierske, Christian Bartoszek, Tobias Sieber