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| 02:45 Uhr

LHV braucht seine Fans mehr den je

Der LHV-Sieben gehen die Spieler aus. Umso wichtiger ist gegen den HVH Kamenz der "achte Mann" – also die Fans.
Der LHV-Sieben gehen die Spieler aus. Umso wichtiger ist gegen den HVH Kamenz der "achte Mann" – also die Fans. FOTO: wml1
Hoyerswerda. Das Jahr 2017 ist für die Sachsenliga-Handballer des LHV alles andere als geplant gestartet. In Görlitz musste das Hoyerswerdaer Team eine knappe 18:20-Pleite hinnehmen. Vor allem die Personalsituation treibt Trainer Böhme viele Sorgenfalten ins Gesicht. cbh1

Noch heute zieht Conni Böhme vor seiner Mannschaft den Hut, wenn er an die Ausfälle in der ersten Spielhälfte in Görlitz von Michal Naimann, Tobias Sieber und Ronny Eckert denkt. Jeder auf dem Feld hatte noch einmal ein paar Prozentpunkte mehr aus sich heraus geholt und erbittert für den Nebenmann gekämpft. Am Ende wurde dieser große Kampf nicht belohnt, da die Durchschlagskraft im Angriff fehlte. Dennoch konnten alle Spieler erhobenen Hauptes das Feld verlassen.

Die Personalsituation ist dann auch der Punkt, der dem Hoyerswerdaer Trainerteam weiterhin einige Sorgenfalten einbringt. Der Einsatz von Ronny Eckert ist sehr fraglich und auch hinter Michal Naimann und Tobias Sieber steht noch ein großes Fragezeichen. Alle werden ihr Bestes versuchen, um noch bis zum Samstag fit zu werden, aber wie immer gilt: Die Gesundheit geht vor. Umso wichtiger werden beim Spiel gegen den HVH Kamenz die Zuschauer sein. Sie müssen die verbleibenden Kämpfer auf dem Feld unermüdlich unterstützen, um den Bock zu Hause endlich umstoßen zu können.

Denn gerade das hat sich das LHV-Team im Jahr 2017 vorgenommen, die guten Leistungen aus den Auswärtsspielen endlich auch im heimischen BSZ abzurufen. Dass dies gerade unter den beschriebenen Umständen gegen Kamenz nicht einfach wird, ist dabei jedem klar. Die Lessingstädter haben sich zum Jahresende von ihrem Trainer Matthias Wolf getrennt. Der Neue auf der Bank hat auch schon einmal das Trikot des LHV in der Regionalliga getragen. Daniel Kästner ist in Kamenz für die sportliche Ausrichtung zuständig, zuletzt stand er in der vergangenen Saison noch in den Diensten des HVO Cunewalde. Das erste Spiel konnten die Kamenzer am vergangenen Sonntag dann auch gleich mit 28:27 für sich entscheiden, womit sie sich auf Tabellenplatz sechs festsetzten.

Damit stehen sie in der Sachsenliga-Tabelle genau einen Platz und drei Punkte vor den LHVern, die natürlich versuchen werden, diesen Abstand am Samstag auf einen Zähler zu verkürzen.

Wenn man bedenkt, dass derzeit Rang zehn (Riesa) und Platz vier (Radeburg) gerade einmal sechs Zähler trennen, weiß man, wie verdammt spannend es in dieser Saison in der Sachsenliga zugeht. Jeder Punktgewinn kann dadurch am Ende wieder enorm wichtig sein. Die LHV-Männer werden genau um diese Punkte am Samstag bis aufs Messer kämpfen, egal in welcher Aufstellung sie antreten können.

Wenn die Tribüne im Beruflichen Schulzentrum dann wieder zum achten Mann wird, ist sicherlich auch alles möglich. Anwurf ist wie immer um 17 Uhr im BSZ "Konrad Zuse". Die Vorspiele bestreiten ab 11 Uhr die Sachsenliga-Mannschaften der D- (gegen Radebeul) und A-Jugend (gegen Weinböhla), sowie ab 15 Uhr die zweite Männermannschaft gegen den HV Eibau.