ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 17:42 Uhr

Handball
LHV behält seine weiße Weste

Alexander Canbek gehörte mit zehn Treffern zu den erfolgreichsten Schützen beim LHV.
Alexander Canbek gehörte mit zehn Treffern zu den erfolgreichsten Schützen beim LHV. FOTO: Werner Müller
Hoyerswerda. Gegen den Lieblingsgegner aus Cunewalde gelingt den Hoyerswerdaer Handballern in der Sachsenliga ein 30:25-Erfolg

Die Cunewalder waren schon vor dem Spiel so etwas wie der Lieblingsgegner der Zuse-Städter, denn in den bisherigen sieben Begegnungen konnten sie jedes Mal als Sieger das Feld verlassen. Damit dies auch so bleibt, hatte sich das Trainerteam Böhme/Tschierske wieder etwas besonderes einfallen lassen. In der Abwehr wurde diesmal im 4:2-System agiert, um die Gegner vom Tor weg zu halten. Mit dem ehemaligen LHVer Michal Naimann hatten sie ja auch einen torgefährlichen Spieler in ihren Reihen.

Der befreit aufspielende und beste LHV-Torschütze des Tages Alexander Canbek (10) sorgte beim 6:4 für die erste Zwei-Tore-Führung. Diese konnten die Gäste allerdings beim 8:8 auch wieder ausgleichen. Neben Alexander Canbek war es in der Anfangsphase vor allem Lukas Seifert, der sich immer wieder mit schönen Rückraumtoren, wie beim 9:8, in die Torschützenliste eintragen konnte. Beim 11:8 für die Einheimischen nahm die LHV-Bank ihre Auszeit und justierte die eigene Mannschaft neu.

Die Abwehr agierte jetzt aggressiver und im Kasten stand ein guter Rückhalt Max Kastner. In einem Zwischenspurt konnten sich die Zuse-Städter etwas absetzen. Der wieder genesene Kapitän Ronny Eckert erzielte in seiner unnachahmlichen Art vom Kreis die 15:9-Führung. Bis zum Seitenwechsel konnte der Vorsprung dann gehalten werden, so dass die Seiten beim 16:11 gewechselt wurden.

Aus der Pause kamen die Grün-Weißen dann wie die sprichwörtliche Feuerwehr – 17 und 18:11 durch Lukas Seifert, 20 und 21:12 durch Alexander Canbek. Ehe die Gäste so richtig wieder auf der Platte standen, war der Vorsprung nach 35 Spielminuten auf neun Treffer angewachsen. Beim 25:15 wuchs dieser dann sogar zweistellig auf zehn Treffer. „Was die Jungs zu Beginn der zweiten Halbzeit gezeigt haben, war genau das, was wir uns in der Pause vorgenommen haben. Die darauf folgende Phase hat mir allerdings nicht so gut gefallen. Hier hätten wir das Spiel vorentscheiden müssen, so lassen wir aber die Hoffnung bei den nie aufgebenden Cunewaldern wieder am Leben”, ärgerte sich LHV-Trainer Conni Böhme über die folgenden gut drei Minuten. Beim 25:18 bat er seine Männer zur Auszeit.

Neu eingestellt ging es in die letzten 15 Spielminuten. Tobias Sieber erzielte mit seinem 666.Treffer für den LHV die 28:21-Führung und sorgte damit auch wieder für Beruhigung auf der Tribüne. Auch konnte nun Henry Schacht in seinem 100. Spiel für den LHV zwei Sieben-Meter der Gäste parieren. Die Führung verwalteten die Hoyerswerdaer clever bis zum 30:25-Endstand. Dabei geriet der Erfolg nie so richtig in Gefahr. Von der LHV-Bank bekamen auch alle Spieler ihre Einsatzzeiten und konnten diese zum Teil auch mit schönen Treffern nutzen.

Die LHVer konnten sich mit diesem Erfolg im oberen Tabellendrittel festsetzen und gemeinsam feierten sie mit ihren Fans vor ihrem neuen Fan-Banner dann den Derby-Sieg. Bis zum nächsten Heimspiel (gleichzeitig letztes Saisonspiel) müssen sich die Fans nun aber eine Weile gedulden, findet dieses doch erst am 22. April statt. Dazwischen gibt es aber noch das Fast-Heimspiel am 11. März in Kamenz, wo ja bekanntlich immer viele Hoyerswerdaer Fans gern hin pilgern.

LHV spielte mit: Max Kastner, Henry Schacht – Ban Krahl (2), Nils Nitzsche, Dario Feuerriegel (1), Tim Röseler (1), Tobias Sieber (6/2), Lukas Seifert (7), Tony Jäschke (1), Ronny Eckert (2), Leon Burmeister, Fabian Knofe, Alexander Canbek (10), Trainer/Betreuer: Conni Böhme, Torsten Tschierske, Sophia Rösler