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| 15:34 Uhr

Handball
Hoyerswerdaer Frauen zahlen diesmal Lehrgeld

Sophia Rösler versucht sich hier in Szene zu setzen. Sie erzielte für den SC Hoyerswerda fünf Treffer.
Sophia Rösler versucht sich hier in Szene zu setzen. Sie erzielte für den SC Hoyerswerda fünf Treffer. FOTO: Werner Müller
Hoyerswerda. In der Handball-Oberliga verliert der SC Hoyerswerda gegen Riesa/Oschatz. Von Jörg Wiedemann

Die Handballerinnen des SC Hoyerswerda haben ihr Oberliga-Heimspiel gegen die Gäste der HSG Riesa/Oschatz mit 22:32 (12:19) verloren. Beide Mannschaften traten mit einem schmalen Kader von neun Spielerinnen an, wobei das Hoyerswerdaer Trainerteam um René Althaus mit Ayline Trunsch nur auf eine Torhüterin zurückgreifen konnte. Nach dem verkorksten Auswärtsspiel am letzten Wochenende, wollte das Heimteam zeigen, dass es zu einer besseren Mannschaftsleistung im Stande ist.

Schon nach 23 Sekunden fiel der erste Treffer für die Riesaerinnen und nach einer Minute stand es 0:2. Das eigentliche SC-Prunkstück, die Abwehr, zeigte heute schon früh, dass sie so ihre Schwierigkeiten mit den individuell sehr starken Gegenspielerinnen hatte. Vorerst konnten die SC-Mädels durch Sophia Rösler und Laura Rosemann den Ausgleich zum 2:2 herstellen. Doch dann passierten im Angriffsspiel der Gastgeberinnen zu viele, von Nervosität geprägte Fehler, die die RIO-Mädels in effektiven Gegenzügen erfolgreich in eigene Tore ummünzten.

Nach genau zwölf Minuten stand auf der Anzeigetafel ein 3:8. Die SC-Mädels versuchten alles. Sophia Rösler verwertete in bekannter Manier die Kreiszuspiele und kurze, schnelle Spielzüge führten zu schön herausgespielten Toren (5:9, 8:11, 10:13). Aber auch die jungen Spielerinnen ließen ihre individuelle Klasse aufblitzen. So erzielte Betty Kulke den elften Treffer mit ihrem starken aggressiven Angriffsspiel. Doch immer wieder schlugen die Riesaerinnen zurück und der Vorsprung wuchs stetig an, sodass die SC-Mädels schon mit einem Sieben-Tore-Rückstand in die Kabinen gingen. Auf den Rängen herrschte respektvolle Stille. Sollte das Spiel noch zu drehen sein?

Es sah gut aus. Gleich zwei Minuten nach Wiederanpfiff konnten die SC-Mädels auf 14:19 verkürzen. Doch die heute bei den Gegnerinnen besonders stark aufspielende Josephine Hessel – sie erzielte insgesamt zehn Tore – stellte schnell den Abstand wieder her. Im Angriff scheiterten die Gastgeberinnen in der Folge immer wieder an der soliden Abwehr und der erstarkten Torfrau der HSG RIO. Folgerichtig wuchs der Vorsprung immer weiter (15:23, 17:26, 19:29).

Neun Minuten vor Schluss war das Spiel wohl entschieden. Heute fehlte es der Heimmannschaft an der schon gezeigten Stärke und dem nötigen Zusammenspiel, um solch ein Spiel erfolgreich zu gestalten. So bleibt der Höhepunkt der Schlussphase, als Greta Schmidt ihren ersten Treffer (20:29) vor heimischem Publikum erzielte und die Fans dies euphorisch feierten. Am Ende ging das Spiel mit 22:32 verloren. Ein Spiel, welches als lehrreich gewertet werden kann. Ein Spiel, durch das ein Team mit Perspektive wachsen und reifen kann.

Es gibt auch nicht viel Zeit zum Nachdenken. Am nächsten Samstag gibt es die nächste Bewährungsprobe bei den Aufsteigerinnen aus dem thüringischen Apolda.

Für den SC spielten: A. Trunsch (Tor); V. Apitz (3), B. Kulke (4), N. Irmisch (2), G. Schmidt (1), M. Grabsch,S. Rösler (5), L. Rosemann (7/4), A. Weber