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| 17:59 Uhr

Handball
Für tollen Kampf leider nicht belohnt

Alexander Canbek, hier im Spiel gegen Riesa/Oschatz, verletzte sich in Zwenkau am Sprunggelenk.
Alexander Canbek, hier im Spiel gegen Riesa/Oschatz, verletzte sich in Zwenkau am Sprunggelenk. FOTO: Werner Müller
Handball-Sachsenliga. Die Handball-Männer des LHV Hoyerswerda müssen in Zwenkau eine 22:24-Niederlage einstecken.

Germania Zwenkau - LHV Hoyerswerda 24:22 (13:12). Am Sonntag reiste die Mannschaft des LHV Hoyerswerda nach Zwenkau, um dort den vierten Spieltag der Sachsenliga auszutragen. Schon im Vorfeld war klar, dass es ein ganz schweres Spiel zweier Mannschaften mit „gleichem Gesicht” werden würde. Die Zwenkauer sind dabei wie im Vorjahr eine Mannschaft, die zu 90 Prozent aus den A-Jugend Bundesligaspielern des SC DHfK Leipzig besteht und damit über eine sehr hohe Qualität verfügt. Mit den Hoyerswerdaern gehören die Rand-Leipziger damit wohl zu den jüngsten Teams der Liga.

Die LHV-Männer hatten sich vorgenommen, über eine gute Abwehrarbeit ins Spiel zu kommen. Dieser Plan ging dann auch von Beginn an auf. Leon Burmeister eröffnete den Torreigen zum 0:1, was die Zwenkauer durch einen Sieben-Meter ausgleichen konnten. Was von Beginn an auffällig war, war die Tatsache, dass sich jede Mannschaft ihre Tore hart erarbeiten musste.

Die Zwenkauer übertrieben es dabei im Innenblock etwas mit der Härte, was aber nicht durch die Schiedsrichter geahndet wurde. Die Hoyerswerdaer ließen sich davon jedoch zunächst nicht abschrecken und gingen weiter in die sich bietenden Lücken. Florian Arend erzielte wieder die Führung zum 4:5 für den LHV. Wirklich entscheidend absetzen konnte sich aber keine Mannschaft.

So ging es über die Stationen 6:6, 8:8 und 10:10 bis zum 13:12-Halbzeitstand für die Heimmannschaft. Gerade über den Kreis schafften es dabei die Zwenkauer in den letzten fünf Minuten vor der Pause immer wieder zum Torerfolg zu kommen.

Die Frage war, wie die Lausitzer die hohe Arbeit in der Abwehr auch kräftemäßig aushalten, fehlten doch Tobias Sieber immer noch verletzungsbedingt und auch Lukas Seifert war angeschlagen. Als sich dann auch noch am Anfang der zweiten Spielhälfte Alexander Canbek am Sprunggelenk verletzte, waren die Wechselalternativen nahezu ausgeschöpft. Zwenkau konnte sich auf 15:13 absetzen, aber die gandios kämpfenden Zuse-Städter ließen sich nicht abschütteln und waren durch den Treffer von Nils Nitzsche nach 45 Spielminuten selbst mit 16:18 in Führung. Aber so langsam sah man die sinkenden Kraftreserven, auch wenn jeder bis zur letzten Sekunde alles gab. Am Ende mussten sich die LHVer mit 24:22 geschlagen geben.

„Ich kann der Mannschaft für ihre Einstellung nur ein großes Kompliment machen. Am Ende entscheiden solche ausgeglichenen Spiele eben auch kleine Nuancen, die man manchmal nicht beeinflussen kann wie zum Beispiel das Glück. Auf der Leistung können wir aber absolut aufbauen”, so ein nicht unzufriedener LHV Trainer Conni Böhme.

Bis zum nächsten Spiel am Samstag heißt es nun erst einmal Wunden lecken und die Blessuren zu pflegen. Zum Westlausitzderby empfangen die Männer dann den HVH Kamenz und wollen natürlich ihre Leistung auf dem heimischen Parkett abrufen.
LHV spielte mit: Henry Schacht, Max Kastner – Ben Krahl (8/5), Nils Nitzsche (3), Dario Feuerriegel (1), Christian Herzer, Lukas Seifert (1), Ronny Eckert, Leon Burmeister (3), Florian Arend (5), Fabian Knofe (1), Alexander Canbek, Trainer/Betreuer: Conni Böhme, Torsten Tschierske, Tobias Sieber

LHV-Trainer Conni Böhme verteilte ein Lob an seine Mannschaft. Trotz der Niederlage.
LHV-Trainer Conni Böhme verteilte ein Lob an seine Mannschaft. Trotz der Niederlage. FOTO: Werner Müller