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Favorit sichert erst spät den Sieg

Umkämpfte Situation, der Puck findet den Weg ins Tor. Hier fällt der 1:2-Anschluss für Niesky.
Umkämpfte Situation, der Puck findet den Weg ins Tor. Hier fällt der 1:2-Anschluss für Niesky. FOTO: Joachim Rehle/jor1
Weißwasser. Der ELV Niesky ist in der Regionalliga Ost seiner Favoritenrolle gerecht geworden. Gegen FASS Berlin 1b gab es einen 5:4 (2:2; 0:0; 3:2)-Erfolg, der allerdings erst dank einer Aufholjagd im letzten Drittel eingefahren werden konnte. Elke Weinig

Nur reichlich 200 Zuschauer wollten das Heimspiel der Tornados in der Eisarena Weißwasser sehen. Sicher waren die Witterungsverhältnisse und der traditionelle Pferdeball in Niesky Gründe für das mangelnde Interesse.

Zu Gast bei den Tornados waren diesmal die Cracks von FASS Berlin 1b. Gegen dieses Team hatten die Nieskyer in der Saison schon zweimal gespielt und gewonnen, das letzte Mal vor zwei Wochen knapp mit 2:3 n.P. Das heißt, die FÄSSer waren nicht zu unterschätzen.

Im Kader der Tornados fehlten an diesem Wochenende Kapitän Sven Becher und Torfrau Ivonne Schröder, die zurzeit mit der Frauennationalmannschaft unterwegs ist.

Die Gäste aus der Hauptstadt waren von Beginn an angriffslustig und torgefährlich. Im Kasten der Tornados stand im ersten Drittel Ersatztorwart Ronny Greb. Dieser kassierte in der 6. Minute gleich zwei Tore. Erst in der 11. Minute gelang Tristan Schwarz nach Vorlage von Richard Jandik und Marcel Leyva der Anschlusstreffer. Robert Bartlick konnte in der 17. Minute nach Zuspiel von Daniel Wimmer und Marco Noack ausgleichen.

Das Spiel war wieder offen. Ab dem zweiten Drittel hütete Robert Handrick das Nieskyer Tor. Dieses Mitteldrittel blieb trotz unzähliger Chancen beider Mannschaften torlos.

Zu Beginn des letzten Drittels ergriffen die Berliner jede Chance und nutzten die Abwehrfehler der Nieskyer gnadenlos aus. So trafen sie erneut in der 42. und 48. Minute zum 2:4. Erst in den letzten zehn Minuten der Begegnung zeigten die Tornados noch einmal Moral und wurden ihrer Favoritenrolle gerecht. So eröffnete Andreas Brill in der 51. Minute die Aufholjagd nach Vorarbeit von Robert Bartlick und Marco Noack. Für den Ausgleich sorgte in der 57. Minute Jörg Pohling nach Zuspiel von Mojmir Musil und Christian Rösler. Diese beiden bereiteten 18 Sekunden später auch das fünfte Tor von Sebastian Greulich vor. Mit dem 5:4 (2:2; 0:0; 3:2) sicherten sich die Tornados die drei Punkte.