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Erfolgreiche Volleyballerinnen

Die U14-Mädels der VF Blau-Weiß Hoyerswerda holen Silber bei der Bezirksmeisterschaft.
Die U14-Mädels der VF Blau-Weiß Hoyerswerda holen Silber bei der Bezirksmeisterschaft. FOTO: rnl1
Hoyerswerda. Nachdem die Mädchen der Volleyballfreunde Blau-Weiß Hoyerswerda Mitte Januar das Ticket für die Finalrunde der sächsischen Jugendliga U14 gebucht hatten, folgte nun gleich der nächste Paukenschlag. Die Volleyballerinnen sicherten sich mit Platz 2 bei den Bezirksmeisterschaften Ostsachsen die Teilnahme an den im März stattfindenden Sachsenmeisterschaften in Dresden. Rüdiger Nobel / rnl1

Dabei begann der Spieltag mit einer Hiobsbotschaft. Eine der Leistungsträgerinnen und zugleich Geburtstagskind an diesem Tage sah sich aus gesundheitlichen Gründen kurz vor Beginn des 1. Spieles nicht mehr in der Lage, am Turnier teil zunehmen. Der Schock musste schnell verdaut werden, da es gleich im ersten Vorrundenspiel gegen die Ausnahmemannschaft aus Weißwasser ging.

Für die ausgefallene Spielerin sprangen abwechselnd Amelie Ringmann und Ronja Schuldt ein. Beide machten ihre Sache sehr solide. Im ersten Satz gegen die Schumacher-Truppe lieferten sich beide Mannschaften ein Kopf an Kopf-Rennen, welches jedoch abrupt beim Spielstand von 12:12 endete. Gerade mal 14 Punkte konnten die Hoyerswerdaer in diesem Satz einsammeln. Ihre Ausnahmestellung im ostsächsischen Raum zementierten die Weißwasseraner im 2. Satz. Nicht einmal zehn Punkte konnten die Blau-Weißen erringen.

Im zweiten Vorrundenduell stießen die Volleyballfreunde auf die 2. Vertretung der Bautzener Mädels. Es entwickelte sich ein munteres Spiel, wobei der 2:0-Sieg zu keiner Zeit gefährdet war. Damit war das Halbfinale gegen die 1. Vertretung des MSV Bautzen perfekt. Dieses Spiel wird wohl lange im Kopf aller Beteiligten bleiben, war es doch das bisher beste und emotionalste Spiel der U14-Mannschaft in dieser Saison. Der Gastgeber aus Bautzen und die Blau-Weißen schenkten sich nichts. Mit 26:24 entschieden die Hoyerswerdaer Mädchen den ersten Nervenkrimi-Satz für sich.

Mit diesem mental so wichtigen Satzgewinn sollte der 2. Satz ebenso erfolgreich gestaltet werden. Mit aller Kraft stemmten sich aber die Gastgeber gegen den erneuten Satzverlust und behielten am Ende mit 25:20 die Oberhand. Und spätestens jetzt hielt es keiner mehr auf den Plätzen. Unter lautstarken Anfeuerungsrufen mobilisierten sie die letzten Kräfte bei den Mädels und hatten damit Erfolg. Nach dem 15:11 Satzgewinn im Tiebreak lagen sich die Spielerinnen in den Armen und umjubelten die Sachsenmeisterschaftsteilnahme.

Das andere Halbfinale konnten die Weißwasseranerinnen erfolgreich gegen Herrnhut gestalten, sodass es im Finale zum erneuten Aufeinandertreffen beider Mannschaften kam. Mit einem hochklassigen Finale hatte die Begegnung jedoch nichts zu tun. Die Blau-Weißen waren durch das anstrengende Halbfinale und die sichere Teilnahme an der Sachsenmeisterschaft mit "Körper und Geist" nicht mehr bei der Sache. Weißwasser agierte weiterhin überlegen in allen Belangen. Für die Hoyerswerdaer musste dann auch noch Anna Zeiler verletzungsbedingt pausieren, sodass beide Sätze wiederum sehr deutlich verloren gingen.

Mit dieser Qualität haben die Weißwasser-Mädels ein gehöriges Wort beim Kampf um den Sachsenmeister-Titel mitzureden. Die erstmalig in der U14-Mannschaft eingesetzte Spielerin Aimee Jablonsky kam in allen Partien zu Kurzeinsätzen, um in die Mannschaft reinzuwachsen und weiter Spielpraxis zu sammeln. Die Niederlage tat der großen Freude über das Weiterkommen jedoch keinen Abbruch. Und so heißt es bis zu den beiden Saisonhöhepunkten im März, weiter am Feinschliff zu arbeiten.

Es spielten: Amelie Ringmann, Aimee Jablonsky, Anna Zeiler, Ronja Schuldt, Franka-Luisa Joswig, Merle Mierzwa