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| 20:30 Uhr

Handball
„Einfach nur Wahnsinn“

 Der SC Hoyerswerda bleibt nach dem Sieg gegen Rückmarsdorf zwar Neunter im Zehnerfeld der Oberliga, ist aber nicht völlig abgeschlagen.
Der SC Hoyerswerda bleibt nach dem Sieg gegen Rückmarsdorf zwar Neunter im Zehnerfeld der Oberliga, ist aber nicht völlig abgeschlagen. FOTO: Werner Müller
Hoyerswerda. Die Oberliga-Handballerinnen des SC Hoyerswerda spielen sich beim 27:23 (18:9) gegen Rückmarsdorf in einen Rausch. Von Jörg Wiedemann

Die Spielerinnen lagen sich glücklich in den Armen, das Heimpublikum im BSZ Hoyerswerda feierte ausgelassen ein Freudenfest. Mit 27:23 (18:9) haben die Oberliga-Damen des SC Hoyerswerda am Samstag nach vier Wochen Spielpause gegen die HSG Rück­marsdorf den so lange ersehnten Sieg geschafft.

Das Ziel gegen den Tabellennachbarn war klar. Die Frauen des Sportclubs wollten unbedingt den Abstand zu den Aufsteigerinnen aus Rückmarsdorf verkürzen. Zudem saß der Stachel aus dem un­glücklichen Hinspiel noch tief. Diesmal sollte es anders laufen.

Und genau mit dieser Einstellung, einer starken Abwehr und einem cleveren Angriffsspiel, starteten die Gastgeberinnen mit schnellen Toren furios in die Partie. Schon nach fünf Minuten nahm der Rückmarsdorfer Trainer die erste Auszeit. Es stand schon 3:1 für die Hoyerswerdaerinnen. Doch auch diese Unterbrechung konnte dem Spielfluss nichts anhaben. Es folgten die Tore zum 4:1, 6:2, 8:3 und schon beim 10:3 nahm der Gästetrainer die nächste Auszeit. Doch auch diesmal änderte sich nichts. Über die Stationen 12:4, 14:4 und 17:7 spielten sich die SC-Damen regelrecht in einen Rausch. Das begeisterte Heimpublikum rieb sich beim 10-Tore-Vorsprung beeindruckt die Augen. Den Rückmarsdorferinnen fiel nichts ein. Folgerichtig ging es mit 18:9 in die Pause. Ebenso beeindruckend war, dass sich bisher alle SC-Spielerinnen in die Torschützenliste eintragen konnten.

Vielversprechend ging auch die zweite Halbzeit weiter. In der 40. Minute standen beim 21:11 immer noch zehn Tore Vorsprung auf der Anzeigetafel. Erst jetzt schlichen sich kleine Schwächephasen in das SC-Spiel und der Vorsprung schmolz. Nach Treffern zum 21:15, 22:17 und 24:20 nach 53 Minuten waren es nur noch vier Tore. Und dann verkürzten die Rückmarsdorferinnen sogar auf drei Tore.

Doch 90 Sekunden vor Schluss trat Laura Rosemann, die zur Bestform auflief, zum Siebenmeter an – und traf zum 27:23. Da die Abwehr anschließend keinen Ball mehr durchließ und Nicole Seidel noch einen Siebenmeter hielt, war das bereits der Endstand. Der Jubel kannte nach dem Abpfiff keine Grenzen mehr.

Trainer Damian Reichart, der den erkrankten René Althaus vertrat, war voll des Lobes nach dem wichtigen Sieg. „Was die Mädels in der ersten Halbzeit abgeliefert haben, war einfach nur Wahnsinn“, sagte er. „In der zweiten Halbzeit wollten wir zu viel und zu zeitig die Vorentscheidung. Dadurch sind wir etwas verkrampft und haben unser Spiel von Halbzeit eins nur teilweise auf die Platte bekommen. Dennoch haben die Mädels dies unglaublich gut gelöst und auch völlig verdient gewonnen.“

Diese Euphorie will der SC Hoyerswerda jetzt in die kommenden Spiele mitnehmen. An diesem Samstag (18.30 Uhr) steht das Heimspiel gegen den Dessau-Rosslauer HV an.

SC Hoyerswerda: N. Seidel, A. Trunsch (beide im Tor), V. Apitz (3 Tore), M. Grabsch (3), G. Schmidt (3), S. Rösler (2), L. Rosemann (11/5), A. Weber (4) und C. Schöps (1)