| 17:54 Uhr

Volleyball
Doppelderby endete unentschieden

Die Kaupa-Männer setzten sich gegen die Volleyballfreunde Blau Weiß durch.
Die Kaupa-Männer setzten sich gegen die Volleyballfreunde Blau Weiß durch. FOTO: Werner Müller
Hoyerswerda. Kaupa-Männer siegen 3:1 gegen VF BW II. BW-Damen gewinnen überraschend klar mit 3:0 gegen die Kaupa-Frauen. Von Rüdiger Nobel

Zuerst trafen sich die Volleyball-Männerteams von Kaupa und der Reserve der VF, während auf dem anderen Feld die Kaupa-Damen gegen Zittau II ran mussten. Das erste Spiel endete erwartungsgemäß 3:1 (-25; 15; 15; 21) für die Gastgeber und auf dem Nachbarfeld mühten sich die Mädels von Trainer Torsten Schulz nach 0:2-Rückstand zu einem knappen, aber letztlich verdienten 3:2 (-23; -16; 14; 20; 6)-Sieg.

Dann kam es zum ersten Mal seit vielen Jahren zum Stadtderby bei den Damen Kaupa gegen Volleyballfreunde. Die Gäste begannen wieder einmal übernervös und mussten gleich einem 2:9-Rückstand hinterherlaufen. Obwohl in dieser Phase auch wieder drei wichtige Aufgaben verschlagen wurden, waren die Blau-Weißen beim 11:11 wieder da und gingen sogar mit 15:11 in Führung. Trotz einer super aufgelegten Spielführerin Cindy Keller gelang es nicht, diesen Vorsprung zu halten. Nach langen 27 Minuten und mit Nerven aus Stahl stand es 1:0 für die Gäste.

Auch der zweite Abschnitt blieb eng. Kaupa führte bis zum 14. Punkt und die Gäste leisteten sich erneut fünf (!) verschlagene Aufgaben zum unmöglichsten Zeitpunkt, was den Coach schier zum Verzweifeln brachte. Cindy Keller servierte zum 25:18, die Entscheidung nach 20 Minuten zum 2:0 für die nun immer stärker werdenden Blau-Weiß-Mädels. Im dritten Durchgang war schnell der Drops gelutscht, denn die Kaupa-Damen krochen nach acht Sätzen förmlich auf dem berühmten Zahnfleisch. Am Schluss gab es nach 24 Minuten ein sicheres 25:19 und somit ein klares 3:0 für die Volleyballfreunde Blau-Weiß Hoyerswerda. Allerdings waren sich beide Trainer einig, dass der Sieg vielleicht eine Spur zu deutlich ausfiel.

VF BW spielte mit: Cindy Keller,  Cindy Lukas, Ricarda Richter, Karolin Schuricht, Deborah Steglich, Katrin Urban, Sina Wuschko und Caro Gropler

Kaupa spielte mit: Lisa Burghardt, Christina Kasper, Ann Rosolski, Alexa Sachon, Anke Reimann, Claudia Neudeck, Viola Fuhrmann, Dorit Gucksch, Lisa Meinel und Josphin Mischke

Im Gegensatz zu der Begegnung bei den Damen schien das Herrenduell im Vorfeld eine klare Angelegenheit zu sein. Die Favoritenrolle war klar und deutlich dem Sachsenklasseabsteiger und Gastgeber zugedacht. Kaupa legte sich mächtig ins Zeug und erspielte sich einen Sieben(!!!)-Punkte-Vorsprung. Aber spätestens in der zweiten Auszeit schien der Trainer der Volleyballfreunde die richtigen Worte gefunden zu haben, jetzt zeigte sein Team die Zähne und endlich auch den vermissten Biss. Immer wieder zwangen sie die Kaupa-Spieler zu Fehlern und holten sich auch schwierige Bälle zurück ins Spielgeschehen. Der Lohn war der Satzgewinn nach fast einer halben Stunde mit 27:25.

Der zweite und dritte Durchgang glichen jedoch einer Offenbarung, wie man entweder Volleyball spielt (insofern man es mit Kaupa hielt) bzw. eben nicht (so die mehrheitliche Meinung vieler Blau-Weiß Anhänger vor Ort). Selbst ein neutraler Beobachter konnte anhand der Zwischenstände 9:1, 15:8 und dem Endstand 25:15 pro Kaupa im zweiten Satz einen gewaltigen Klassenunterschied bei beiden Teams erkennen. Erneute Schwächen in Block und Abwehrarbeit ermöglichten dem Gastgeber wieder den nach 20 Minuten zügigen Satzgewinn, ebenfalls mit 25:15.

Inwieweit Trainer Kai Schüler drastische Worte für die Leistung seiner Spieler gefunden hat, ist nicht überliefert, allerdings rissen sich die Blau-Weißen im Folgeabschnitt noch einmal ordentlich zusammen. So wogte das Spiel unter den Anfeuerungsrufen der zahlreich erschienenen Anhänger hin und her, doch schlussendlich setzte sich erneut die Klasse des Gastgebers durch und auch der letzte Abschnitt ging mit 25:21 an Kaupa.

VFBW II: H. Gelardi, G. Schillmann, T. Kleine, P. Hoffmann, V. Mittelstrass, J. Richter, J. Richter, S. Steinhäuser, Ch. Wussow, M. Richter und Coach K. Schüler

Kaupa spielte mit: Frank Nakonz, Ronny Friedrich, Sebastian Mieth, Robert Kasper, Philipp Babst, Ralf Rosenau, Stefan Koch

Die Kaupa-Damen machten sich Mut. Am Ende gab es ein 0:3.
Die Kaupa-Damen machten sich Mut. Am Ende gab es ein 0:3. FOTO: Werner Müller