ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 16:15 Uhr

Handball
Deutliche Steigerung bringt den Derbysieg

Die Hoyerswerdaer LHV-Angreifer waren von der Kamenzer Deckung nur schwer zu stoppen. Am Ende sprang für sie ein deutlicher und verdienter 27:19-Derbysieg heraus.
Die Hoyerswerdaer LHV-Angreifer waren von der Kamenzer Deckung nur schwer zu stoppen. Am Ende sprang für sie ein deutlicher und verdienter 27:19-Derbysieg heraus. FOTO: Werner Müller
Handball-Sachsenliga. Der LHV Hoyerswerda gewinnt in der Handball-Sachsenliga der Männer gegen den HVH Kamenz mit 27:19 (13:11).

Nachdem am ersten Spieltag gleich das erste Ostsachsenderby gegen den HVO Cunewalde erfolgreich gestaltet werden konnte, wollten die Männer vom LHV nun auch das Westlausitzderby gegen den HVH Kamenz gewinnen. Die Gäste sind dabei bislang ohne Punktgewinn in der Saison gewesen und hatten große personelle Abgänge vor der Saison. Lange stand auch gar nicht fest, ob sie überhaupt eine spielfähige Mannschaft zustande bekommen würden. Diese hatten sie in Hoyerswerda und waren mit elf Spielern auch recht gut besetzt. Auf der Bank der Lessing-Städter saß zudem kein Unbekannter, denn Randolff Weyland coachte auch schon die Hoyerswerdaer in der Mitteldeutschen Liga.

Die Devise von Trainer Conni Böhme war klar: Von Anfang an zeigen, wer Herr im Hause ist. Dies beherzigten die Einheimischen dann auch sofort. In der Abwehr wurde sehr sicher agiert und die Ballgewinne schnell zu Kontertoren genutzt. Nach vier Spielminuten netzte Leon Burmeister zum 3:1 ein. Und die Ballgewinne wurden auch weiterhin postwendend in Konter verwandelt. In der 10. Spielminute erzielte Alexander Canbek mit seinem zweiten Treffer das 6:3. Und dieser Treffer war auch ein besonderer für ihn, denn es war sein 500. Tor im Dress des LHV. Ein weiterer Konter von ihm und einer von Fabian Knofe sorgte dafür, dass der Gästetrainer beim 8:3 nach 12 Spielminuten seine Auszeit nehmen musste.

Eine Zeitstrafe für Florian Arend brachte die Zuse-Städter dann etwas aus ihrem Spielrhythmus. Vom 9:4 konnten die Kamenzer auf 9:9 ausgleichen. Dabei war der spielerische Fluss im LHV-Angriff auf einmal verloren gegangen und die Chancenverwertung ließ nach. Auch in der Abwehr schien es jetzt so, als ob alle etwas zurücksteckten. Bis zur Halbzeitpause konnte dann wieder eine kleine Führung zum 13:11 erzielt werden, aber man sah schon am Gesicht von LHV-Trainer Conni Böhme, dass er alles andere als zufrieden war.

Aber der Coach schien die richtigen Worte gefunden zu haben, denn seine Männer zeigten sich nun wieder konzentrierter im Defensivverbund. Nach sechs gespielten Minuten im zweiten Durchgang erzielte Florian Arend durch eine schöne Eins-gegen-Eins-Situation die 17:12-Führung. Und dieses Mal kam auch kein Einbruch mehr bei den Männern des LHV. Alexander Canbek erzielte mit seinem sechsten Treffer im Spiel das 21:16.

So langsam schienen nun bei den Kamenzern die Kräfte nachzulassen. Sie machten im Angriff viele Fehler, die die LHVer nun gnadenlos bestraften. Lukas Seifert, Fabian Knofe und wieder Lukas Seifert sorgten mit ihren Treffern für das 26:18. Das schönste Tor war dann wie im letzten Spiel wieder Dario Feuerriegel, der einen Kempa nach schönem Anspiel von Nils Nitzsche zum 27:18 abschloss.

Die Fans feierten ihre Männer und den nächsten Derbysieg in der letzten Spielminute. Der letzte Treffer zum 27:19-Endstand gelang dann den nie aufsteckenden Gästen, aber da waren die Hoyerswerdaer und ihre „Einpeitscher” schon in Feierlaune. Die bessere zweite Spielhälfte versöhnte dann auch den Trainer: „Am Ende können wir mit dem Ergebnis zufrieden sein. Allerdings hat mir die Phase Mitte der ersten Halbzeit gar nicht gefallen, wo wir unser spielerisches Konzept verlassen haben. Durch die gute Abwehr konnten wir die zweite Spielhälfte aber sehr sicher gestalten.”

Für die LHV-Fans heißt es nun erst einmal warten, denn das nächste Spiel findet erst in einem Monat am 28. Oktober in Döbeln statt. Das nächste Heimspiel bestreiten die LHVer dann erst am 17. November gegen MHV-Absteiger HC Glauchau-Meerane.

LHV spielte mit: Henry Schacht, Max Kastner – Ben Krahl (3/2), Dario Feuerriegel (3), Christian Herzer, Lukas Seifert (2), Ronny Eckert (2), Leon Burmeister (4), Florian Arend (4), Fabian Knofe (3), Alexander Canbek (6), Trainer/Betreuer: Conni Böhme, Christian Bartoszek, Tobias Sieber