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| 20:10 Uhr

Handball
Knapp war's im letzten Heimspiel

 Vor heimischem Publikum ging es für den LHV Hoyerswerda noch mal hoch her gegen den HSV Dresden.
Vor heimischem Publikum ging es für den LHV Hoyerswerda noch mal hoch her gegen den HSV Dresden. FOTO: Werner Müller
Hoyerswerda. Der LHV Hoyerswerda verabschiedet sich mit einer 28:29-Niederlage von seinen Fans. Von Conni Böhme

Das letzte Heimspiel dieser Sachsenliga-Saison ging für den LHV Hoyerswerda vor prächtiger Kulisse zwar verloren. Die Zuschauer verabschiedeten die Mannschaft nach der am Ende knappen 28:29-Niederlage dennoch mit viel Applaus, da diese vor allem im zweiten Spielabschnitt einen großartigen Kampf geboten hatte.

Schon vor der Partie hatte es einen emotionalen Moment gegeben, als alle LHV-Mannschaften aufs Feld gerufen wurden. Von der E-Jugend bis zur 3. Männer-Mannschaft sahen die Zuschauer, wie breit gefächert der LHV Hoyerswerda aufgestellt ist – eine große Handballfamilie eben.

Die Gäste zeigten von Beginn an, dass sie unbedingt ihre letzten beiden Punkte zum sicheren Klassenerhalt holen wollten. Mit einem enormen Zug zum Tor gingen sie mit 1:5 in Führung. Die LHVer kamen in der Folge nie näher als auf drei Tore heran. Die Abwehr wirkte noch nicht konzentriert und kam meistens einen Schritt zu spät, was die Dresdner mit viel Dynamik zum Tor nutzten. Über die Stationen 6:10 und 8:14 ging es beim Stand von 11:16 in die Halbzeitpause.

„Im ersten Spielabschnitt sind die Dresdner viel explosiver in ihre Aktionen zum Tor gegangen, das war der größte Unterschied”, analysierte LHV-Trainer Conni Böhme.

Rückstand verkürzen lautete das Ziel für den zweiten Spielabschnitt. Doch zunächst traf den LHV eine sehr harte Entscheidung der Schiedsrichter, als sie Leon Burmeister mit der dritten Zeitstrafe auf die Tribüne schickten.

Das weckte jetzt allerdings den Kampfgeist der LHVer. Florian Arend, Nils Nitzsche und Nico Köppner brachten die Zuse-Städter wieder auf 16:18 heran. Und nach 48 Spielminuten gelang Tobias Sieber sogar der 21:21-Ausgleich!

Ab diesem Moment lebte das Spiel von einer enormen Spannung. „Leider gelang es uns in dieser Phase nicht, in Führung zu gehen”, haderte LHV-Coach Böhme später mit den vergebenen Chancen.

Die Dresdner legten immer wieder vor und die Hoyerswerdaer waren gezwungen, nachzuziehen. Eine doppelte Zeitstrafe gegen den LHV kurz vor Schluss und die daraus resultierenden größeren Lücken im Abwehrverbund spielten dann letztlich den Landeshauptstädtern in die Karten. So konnten die Dresdner am Ende glücklich, aber nicht unverdient mit 28:29 gewinnen.

Am 27. April steht in Görlitz der letzte Spieltag für den LHV an.

LHV Hoyerswerda – HSV Dresden 28:29 (11:16)

LHV: Max Kastner, Henry Schacht – Ben Krahl (8/4), Nils Nitzsche (3), Dario Feuerriegel, Nico Köppner (1), Hendrik Vogt, Tobias Sieber (4), Christian Herzer (2), Lukas Seifert (4), Leon Burmeister (1), Florian Arend (5), Fabian Knofe, Trainer/Betreuer: Conni Böhme, Christian Bartoszek, Alexander Canbek, Tony Jäschke