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| 18:19 Uhr

Handball
Das ewig junge Westlausitzderby

Hoyerswerda. Die Hoyerswerdaer LHV-Handballer spielen in der Sachsenliga am Sonntag beim HVH Kamenz.

Wenn am Sonntagnachmittag wieder viele Autos mit Hoyerswerdaer Kennzeichen in Richung Kamenz unterwegs sein werden, könnte das daran liegen, dass die Handballmänner des LHV ihr Punktspiel beim „Ortsnachbarn” austragen. Die Spiele des LHV Hoyerswerda gegen den HVH Kamenz sind dabei in der Vergangenheit immer Zuschauermagneten gewesen. Allerdings nahm das Interesse in der Lessing-Stadt zuletzt deutlich ab. Auch beim Derby gegen den SV Koweg Görlitz war die Halle am Flugplatz alles andere als gut gefüllt. Die LHVer hingegen können sich auf die Unterstützung ihrer Anhänger bisher immer verlassen. Egal ob bei Heim- oder Auswärtsspielen, sie wurden immer fantastisch unterstützt. So könnte nun auch das Spiel in Kamenz so etwas wie ein kleines Heimspiel werden.

Die Hoyerswerdaer haben zuletzt in Döbeln gezeigt, dass sie im Laufe der Saison Sicherheit bekommen haben. Selbst mit personellen Änderungen und verletzungsbedingten Ausfällen im Spiel können sie gut umgehen und taktisch sofort reagieren. Was nur noch ein wenig fehlt ist die Cleverness und Erfahrung, solche Spiele dann auch über die Zeit zu bringen. Allerdings war der Punktgewinn in Döbeln auch so nicht vorher zu erwarten, so dass mit etwas Abstand Freude darüber herrschte. Diese hatten die Kamenzer nicht. Sie mussten sich am letzten Wochenende mit 20:23 beim HVO Cunewalde geschlagen geben, was einen kleinen Absturz auf Tabellenplatz acht bedeutete.

Die Zuse-Städter hingegen wollen weiter im Kampf um Platz vier mitmischen, dazu bedarf es einer konzentrierten Leistung in der Lessing-Stadt. Der Kader der Kamenzer hat sich gegenüber dem Hinspiel etwas verringert. Der stark spielende Pole Klinger schloss sich zum Jahreswechsel dem HC Elbflorenz Dresden an. Da nun aber der „Star” fehlt, spielte die Mannschaft auch gleich viel befreiter auf und andere sprangen in die Bresche. Der Sieg in Zwickau ließ die gesamte Liga aufhorchen und Aurelius Stankevicius scheint seit dem Weggang seines einstigen Rückraum-Kollegen auch mehr Torgefahr zu versprühen. An guten Tagen können die Kamenzer also jeden Gegner schlagen, aber dass können die LHVer auch und das ist auch das Ziel in Kamenz. Anwurf in der Sporthalle am Flugplatz ist am Sonntag um 17 Uhr.