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| 18:09 Uhr

Volleyball
Blau-Weiß-Damen schlagen verdutzten Spitzenreiter

Hoyerswerda. Hoyerswerda punktet für den Bezirksliga-Klassenerhalt. Von Rüdiger Nobel

Das hätte wohl so richtig niemand gedacht, dass der Tabellensiebte und Bezirksliganeuling, Volleyballfreunde BW Hoyerswerda, den klaren Spitzenreiter OSC Löbau, mit einer 2:3-Niederlage nach Hause geschickt. Eigentlich hatte Trainer Rüdiger Nobel das zweite Spiel gegen JTVG Coblenz zum Top-Spiel gegen den Abstieg erklärt, aber es kam wieder einmal alles ganz anders.

Im ersten Abschnitt war alles wie eigentlich vorausgesehen. Zehn Punkte Vorsprung für den Favoriten von Anfang an und vor allem Ricarda Richter kam mit ihren Nerven überhaupt nicht zurecht. Nach 25 Minuten gab es das erwartete 25:18 für die Gäste, aber die Aufholjagd der Blau-Weißen machte Mut.

Im zweiten Durchgang zeigten die Heimischen mehr Biss. Anne Süßmilch kam besser ins Spiel, Sina Wuschko wurde immer sicherer und besser und auch die Schwesternabstimmung zwischen Anja Hantscho und Cindy Keller wurde erfolgreicher. Bis zum 22:22 war alles ausgeglichen, aber den entscheidenden Punkt zum 26:24 machten die Gäste und das war für sie der „Fast-Sieg“.

Aber weit gefehlt! Die etatmäßige Mittelblockerin Katrin Urban begann jetzt von Anfang an und auch dank ihrer guten Blockarbeit wurde das Spiel nun für die Gastgeberinnen besser. Löbau konnte nur bis zum 7:7 mithalten und dann spielten sich die Blau-Weißen wie in einen Rausch. Außerdem kamen die Gäste mit den Aufgaben von Anja Hantscho und vor allem mit den weiten Bällen von Anne Süßmilch nicht zurecht und hakten diesen Satz mit 15:25 als Ausnahme ab. Aber da hatten sie sich doch ziemlich getäuscht. Bis zum 13:13 im vierten Abschnitt war alles offen, aber dann kam wieder Anja Hantscho zum Aufschlag. Insgesamt durfte sie zehnmal ran und den Rest machten ihre Mitspielerinnen. Plötzlich stand es nach weiteren 22 Minuten 2:2 und die Gäste schauten sich verdutzt an.

Beim 11:11 im Tiebreak wurde es nochmal spannend, aber Kapitän Cindy Keller blieb ganz cool und servierte zusammen mit Ricarda Richter zum 15:13 nach langen 113 Minuten. Ein nicht erwarteter Sieg und ein Riesenschritt in Richtung Klassenerhalt.

Nun wollten die Gastgeberinnen trotz des enormen Kraftaktes des ersten Matches auch den zweiten Sieg. Gästetrainer Peter Blümel verkündete lauthals: „Die sind jetzt platt!“, aber das schien wie ein Ansporn gewirkt zu haben. Nur bis zum 15:15 hielten die Gäste den ersten Satz offen, aber dann machten die Blau-Weißen wieder ernst. Alle Angreiferinnen waren jetzt erfolgreich. Sina Wuschko erwischte einen Supertag. Nach nur 66 Minuten war das eingeplante 3:0 tatsächlich perfekt und jetzt sind es fast zehn Punkte bis zum Abstiegsplatz.

VF BW spielte mit: Anne Süßmilch, Cindy Keller,  Cindy Lukas, Ricarda Richter, Katrin Urban, Sina Wuschko, Deborah Steglich, Anja Hantscho, Daniela Frenzel und Caro Gropler ( auf der Bank )