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Volleyball
Beach trifft Halle – ein ungleiches Duell

Für Hoyerswerda spielten: (hinten/v.l.) Franka-Luisa Joswig, Jessika Kern, Theresa Kirchhübel, Amelie Ringmann, Anna Zeiler, Merle Mierzwa, Henning Schreiber, Nico Jakisch. Nicht auf dem Bild: Ronja Schuldt.
Für Hoyerswerda spielten: (hinten/v.l.) Franka-Luisa Joswig, Jessika Kern, Theresa Kirchhübel, Amelie Ringmann, Anna Zeiler, Merle Mierzwa, Henning Schreiber, Nico Jakisch. Nicht auf dem Bild: Ronja Schuldt. FOTO: Nobel/rnl1
Hoyerswerda. Zum Ausklang der Beachvolleyballsaison wartete auf die Volleyballfreunde Blau Weiß Hoyerswerda eine besondere Herausforderung. Rüdiger Nobel / rnl1

Der Sun-Circle-Beachvolleyball-Club Dresden hatte sich kurzfristig zu einem kleinen Turnier auf den Weg nach Hoyerswerda gemacht. Initiator war der Vereinsvorsitzende Thomas Mathes, ein geborener Hoyerswerdaer, der mit seiner Idee bei den Blau-Weißen auf offene Ohren stieß. Über Mitorganisator Ronny Schuldt konnten die drei Beachvolleyballfelder der Lebensräume Hoyerswerda für das kurze Intermezzo genutzt werden. So trafen sechs reine Beachvolleyballer auf neun Hallenspieler. Ein ungleicher Wettbewerb - würde man auf Anhieb meinen. Auf der Dresdner Seite starteten zehn- und elfjährige Mädchen und Jungen mit ein bis drei Jahren Beachvolleyballerfahrung, für manch ein Kind das erste Volleyballturnier überhaupt. Auf der Hoyerswerdaer Seite gingen elf bis 13-jährige Mädchen und Jungen mit bis zu vier Jahren Hallenvolleyballerfahrung an den Start. Den Kern der Blau-Weißen bildete die erfolgreiche U14-Mannschaft von Trainer Hagen Schmaler aus der vergangenen sächsischen Jugendligasaison. Komplettiert wurde der Kader von zwei Jungen der jetzigen U13/U14.

So oft wie die Landeshauptstädter bisher eine Sporthalle zum Volleyball spielen gesehen haben, so oft waren die Blau-Weißen mit dem Metier Sand vertraut - fast gar nicht. Für die meisten Elsterstädter waren die Beachvolleyballregeln völliges Neuland. Auch das Wetter war für die Hallenspieler Neuland: 16 Grad, stark bewölkt und eine leichte Brise sind alles andere als Hallen-Wohlfühl-Bedingungen. In dieser Hinsicht waren die Dresdner mit allen Wassern gewaschen.

Den größten Unterschied machte die Beweglichkeit und Agilität zum Ball aus. Die Elbestädter sind es gewohnt, nur zu zweit auf dem Feld zu stehen und sich nach jedem Ball lang zu machen. Die Hallenspieler sind in dieser Hinsicht doch etwas behäbig.

Und gerade weil die Voraussetzungen beider Vereine so unterschiedlich waren, entwickelten sich muntere Spielchen. Die athletische und Beach-technische Überlegenheit der Dresdener im Sand kompensierten die Hoyerswerdaer mit der größeren Volleyballerfahrung insgesamt. Nach knapp zwei Stunden im Sand standen die Sieger fest - es waren alle Nachwuchsspieler beider Vereine. Beacher und Hallenspieler haben voneinander partizipiert. In der rein rechnerischen Endabrechnung siegten die Mädels aus Hoy-Woy nur knapp mit 4:3 gewonnenen Spielen. Der Pokal des 1. Sun-Circle-Beachvolleyball-Cup's Hoyerswerda für den Nachwuchs blieb also beim Ausrichter.