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| 02:47 Uhr

Bad Muskau bezwingt den Tabellendritten

Bad Muskau. Wer vor der Partie gegen den HSV 1923 Pulsnitz am Samstag in der Parksporthalle von einem Sieg für Rot-Weiß gesprochen hatte, der wurde schon ein wenig belächelt. Aber selbst die Pessimisten wurden während des Spiels eines Besseren belehrt. Ronald Byron

Zumal die Begegnung fast 45 Minuten später begann, da die angesetzten Schiedsrichter nicht angereist waren und erst einmal Ersatzschieris gefunden werden mussten.

Ob dies nun ein gutes oder schlechtes Omen für die Gastgeberinnen war, sollte sich erst zeigen. Den besseren Start erwischten zumindest die Gäste. Nach drei Minuten lagen sie mit 2:0 vorn. Noch in Minute drei verkürzten zwar die Parkstädterinnen, aber dann fiel sechs Minuten lang kein Tor mehr. Erst Susann Mlinzk brach den Bann und erzielte per Siebenmeter den Ausgleich. Aber die Gäste legten wieder vor und es war in der Folge Susann Mlinzk, die mit zwei Treffern den Spielstand zum 4:3 drehte.

Von da an gaben die Rot-Weißen die Führung nicht mehr aus der Hand. Lediglich beim 9:9 in der 22. Minute waren die Gäste noch einmal dran. Die folgerichtige Auszeit des Muskauer Trainers gab den Gastgeberinnen jetzt aber die nötige Ruhe und bis zur Halbzeit erspielten sich die Muskauerinnen ein 14:11.

In Halbzeit zwei waren die Gäste zunächst die bessere Mannschaft, aber ein Tor wollte ihnen nicht gelingen. Auch weil im Tor des SV Rot-Weiß eine an diesem Tag über sich hinauswachsende Jessica Hubatsch stand. Mit vielen Paraden war sie ein Garant für den klaren Sieg am Ende. Inspiriert davon warfen die Muskauerinnen nun bis zur 40. Minute einen Acht-Tore-Vorsprung zum 19:11 heraus.

Bis zur 53. Minute kamen die Gäste aus der Lebkuchenstadt noch einmal bis auf vier Tore (22:18) heran, aber dann sah ihre gefährlichste Spielerin aus der Aufbaumitte nach der dritten Zeitstrafe die Rote Karte und Pulsnitz fand kein Mittel mehr, um den Rot-Weißen noch gefährlich werden zu können.

Wichtig noch zu erwähnen, dass Emely Schmidt nach überstandener Kreuzbandverletzung mit viel Applaus wieder auf dem Parkett begrüßt wurde und sich ebenfalls in die Torschützenliste eintrug.

27:19 stand am Ende auf der Anzeigetafel. Trainer Holger Krause war im Hinblick auf das schwere Spiel am kommenden Samstag gegen den OSV Zittau noch nicht ganz zufrieden. "Da müssen wir noch einiges tun. Auch ist das Konterspiel noch deutlich verbesserungswürdig", sagte er.

Rot-Weiß Bad Muskau spielte mit: (Tor) Jessica Hubatsch, (Feld) Evelyn Ludwig(1), Susann Mlinzk(11/5), Luise Schimank(1), Manja Nadebor, Emely Schmidt(1), Kristin Brendel(1), Mary Pohl(2), Anne Zeißler(6), Nadine Pötschke(3/1), Linda Mücke(1), Isabell Kleint