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6:2-Sieg im Spitzenspiel für kranken Franke

Axel Buder (l.) hängt sich rein. Weißwassers Kapitän ging nicht nur kämpferisch voran nach dem 0:1-Rückstand. Er erzielte zudem zwei Treffer beim hoch verdienten 6:2-Erfolg der Lausitzer.
Axel Buder (l.) hängt sich rein. Weißwassers Kapitän ging nicht nur kämpferisch voran nach dem 0:1-Rückstand. Er erzielte zudem zwei Treffer beim hoch verdienten 6:2-Erfolg der Lausitzer. FOTO: Joachim Rehle/jor1
Kreisoberliga Oberlausitz. VfB Weiwasser – VfB Zittau 6:2 (1:1). Tore: 0:1 Neumann (8.), 1:1 Buder (12.), 2:1 Radestock (59.), 3:1 Beil (72.), 4:1 Buder (75.), 5:1 Beil (80.), 6:1 Nowotnik (87.) 6:2 Tille (90./FE); Schiedsrichter: Felix Philipp (Neusalza Spremberg); Zuschauer: 192. Birgit Husgen / bls1

Nach dem mit 6:2 (1:1) gewonnenen Spitzenspiel des 7. Spieltages, welches dieses Prädikat tatsächlich auch verdient hatte, nahm die Mannschaft des VfB Weißwasser Aufstellung für ein Foto, auf dem sie mit dem Trikot mit der Nummer 32 Grüße an Florian Franke ins Krankenhaus schickte. Ihrem erkrankten Abwehrspieler widmeten die Weißwasseraner den Kantersieg gegen den VfB Zittau.

In Halbzeit eins dieser Partie hatten beide Teams auf Augenhöhe agiert, wobei die Gäste den besseren Start erwischten und ihren ersten Treffer auf dem Silbertablett serviert bekamen. Den langen Ball von Lukasz Pastuszko in der 8. Minute unterlief die Weißwasseraner Abwehr, sodass Maximilian Tille das Leder zu Enrico Neumann bringen konnte und der aus kurzer Distanz unter Zuhilfenahme von Philipp Bergmanns Bein dieses im Gastgebertor zum 0:1 versenkte.

Die Kicker vom Turnerheim mussten sich kurz schütteln und Kapitän Axel Buder ging mit kämpferischem Beispiel voran. Seine Balleroberung in der 12. Minute im Mittelfeld, der Durchmarsch an drei Gegenspielern und die Vollendung, wenn auch leicht abgefälscht, brachten den schnellen Ausgleich. Das Alarmsignal verstand sein Team.

Im Verlauf der ersten Hälfte erspielten sich die Gastgeber weitere Möglichkeiten über Eric Pötzsch. In der 16. Minute hätte dieser nur zu seinem besser postierten Mitspieler querlegen brauchen, oder aber Stefan Beil die prima Flanke vom jungen Benjamin Wiesner, der sein erstes Männerspiel souverän von Beginn an absolvierte, in der 21. Minute per Kopf versenken können. Und gleiches passierte eine Minute später erneut. Das 1:1-Unentschieden hielt dann in der 41. Minute Keeper Steven Knobel ganz fest, als er eine Chance von Enrico Neumann meisterte.

Auffallend war der teilweise theatralische Auftritt einiger Zittauer Spieler gegen die im Rahmen der erlaubten Möglichkeiten spielende aggressive Weißwasseraner Mannschaft. Die fast ausgeglichene Gelbe-Karten-Bilanz unterstreicht dabei diese Aussage.

Der Beginn der zweiten Hälfte glich dem der ersten. Wieder erschienen die Platzbesitzer in den Anfangsminuten etwas lethargisch und ermöglichten damit dem Gegner größere Spielanteile.

Den Knackpunkt in Richtung Sieg setzte in der 59. Minute der junge Markus Radestock. Nach einem Diagonalpass spielte dieser seine Schnelligkeit aus und erzielte mit einem satten Schuss das 2:1. In der 66. Minute hatten die Zittauer über Neumann noch eine Möglichkeit, die knapp am Tor vorbeiging. Danach war der VfB Weißwasser am Zug. Traumfußball begeisterte die zahlreichen Zuschauer im Turnerheim. Am besten sah das Team aus, wenn die Angriffe über Außen liefen. Beim Konter in der 72. Minute erhielt Toni Seeber einen Diagonalpass, ging auf der linken Außenbahn durch, flankte in das Zentrum, wo Stefan Beil das Leder klasse annahm und genauso klasse zum 3:1 ins Netz beförderte.

Mit gleichem Spielzug wurde in der 75. Minute final Axel Buder auf den Kopf bedient und erhöhte auf 4:1. Mit dem Selbstbewusstsein eines erfolgreichen Stürmers legte Stefan Beil in der 80. Minute nach und erzielte das 5:1. Im Vorfeld eroberte er den Ball selbst. Inzwischen war für das Nachwuchstalent Benjamin Wiesner und wenig später Routinier Stefan Beil die Partie beendet. Unter dem Applaus der vielen Zuschauer kamen zwei weitere Hoffnungsträger in die Partie. Und welches Potenzial in Justin Nowotnik steckt, zeigte dieser kurz nach seiner Einwechslung. Drei Gegenspieler ließ er im Vorwärtsgang stehen, zog in der 87. Minute in den Strafraum und vollendete zum 6:1.

Durch eine vermeidbare Unachtsamkeit gelang den Zittauer Gästen in der letzten Spielminute noch Ergebniskosmetik per Elfmeter. Das änderte aber nichts an der hervorragenden Gesamtleistung der Weißwasseraner, die hoffen, dass diese Vorstellung insbesondere ihrem Abwehrspieler Florian Franke auf dem Weg der Genesung hilft.