Das Präsidium des Sportbundes Lausitzer Seenland – Hoyerswerda e.V. sieht sich gezwungen, zum Jahresende 2022 zurückzutreten. Das geht aus einer Pressemitteilung des Vereins hervor. Der Entschluss wurde bei der Präsidiumssitzung am 6. Juli einstimmig gefasst.
Was ist der Grund für diesen Rücktritt? Der Sportbund begründet diese Entscheidung mit den Wahlversprechen des Oberbürgermeisters Torsten Ruban-Zeh. Dieser wolle den Sporttreibenden mehr Geld bei gleichbleibendem Budget zur Verfügung stellen. Damit werde der Sportbund indirekt abgeschafft, argumentiert der Verein in seiner Pressemitteilung.
Bereits in den ersten Gesprächen nach der Wahl habe der OB dieses Ansinnen bestätigt. In zahlreichen Vorgesprächen sei zunächst Stillschweigen zwischen den Akteuren vereinbart worden. Dies sei von der Verwaltung nicht eingehalten worden, heißt es vonseiten des Sportbundes.
Im Stadtrat von Hoyerswerda wurde später über eine neue Sportförderrichtlinie abgestimmt. In dieser bekam die Vorlage der Verwaltung, in der der Sportbund Lausitzer Seenland nicht mehr vorkam, eine knappe Mehrheit. Ab dem kommenden Jahr würden, dem seit 29 Jahren bestehendem Verein, circa 85.000 Euro an finanziellen Mitteln fehlen, welche nicht selbstständig aufgebracht werden können, erklärt das Präsidium des Sportbundes.

Diese Konsequenzen hat der Rücktritt des Präsidiums des Sportbundes Lausitzer Seenland – Hoyerswerda e.V.

Eine außerordentliche Mitgliederversammlung des Vereins soll nun einberufen werden. Diese müsse dann letzten Endes über die Auflösung des Sportbundes entscheiden.
Infolge einer Auflösung könnten die ausgebuchte Sportferienwoche sowie der 34. Sparkassen KnappenMan-Triathlon nicht mehr abgesichert werden. Die Zusammenarbeit mit der Stadt in Vorbereitung der beiden Events gestaltete sich ebenso schwierig.
Weitere Konsequenz wäre die Rückgabe der beiden attraktiven Sport-Kitas und der beiden Stadien an die Stadt Hoyerswerda zum Jahreswechsel.
„Es wird interessant, wie die Stadt diese Aufgaben in Zukunft lösen möchte“, kommentiert Vize-Präsident Conni Böhme die Entscheidung in der Pressemitteilung des Sportbundes. Ferner kündigt er an, er werde weiterhin für alle Vereine ein offenes Ohr haben und ihre Anliegen vorbringen.