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| 02:40 Uhr

Sport im Park ist mehr als Joggen

Beim Sport im Park (v.l.): Maja Hoßmang, Emily Raschinski und Elisabeth Müller.
Beim Sport im Park (v.l.): Maja Hoßmang, Emily Raschinski und Elisabeth Müller. FOTO: K. Demczenko/dcz1
Hoyerswerda. Den Großstadt-Trend, regelmäßig Fitnessbootcamps im Freien durchzuführen, haben die Brüder Martin und Benjamin Hoßmang in die Provinz gebracht. Im Frühjahr gründete Martin Hoßmang die "HeimatSportler" und seitdem ist eine Gruppe im Hoyerswerdaer Jürgen-von-Woyski-Park an der Friedrichsstraße und im Freizeitkomplex Ost aktiv. Katrin Demczenko / dcz1

Zweimal pro Woche abends ab 19 Uhr und Sonntagvormittag kommen etwa zehn Hobbysportler zusammen, die unter Anleitung von Benjamin Hoßmang trainieren.

Nach der Erwärmung auf der am Weg im Altstadt-Park ausgerollten "Koordinationsleiter", die zum Üben verschiedener Schrittfolgen und Sprünge dient, folgt ein einstündiges Zirkeltraining mit anschließendem Cool Down (Entspannung).

Medizinbälle, Therabänder, Springseile und Hanteln kommen zum Einsatz. Doch im Park sind auch die niedrige Mauer und eine Bank Trainingsorte. Die Mauer ermöglicht Step-Up-Übungen und am Bein der Bank wurde das 15 Kilogramm schwere Battle Roop, ein dickes Seil, befestigt. Dieses bewegt ein Sportler 30 Sekunden lang kräftig in alle Richtungen. Dann pausiert er 30 Sekunden und absolviert anschließend die nächste Übung. Nach den zehn Stationen folgt eine dreiminütige Pause, ehe das Zirkeltraining ein zweites und drittes Mal wiederholt wird, sagt Fitnesstrainer Benjamin Hoßmang. Wer eine Übung nicht kennt, bekommt ihre exakte Ausführung gezeigt und erklärt.

Die "HeimatSportler" sollen Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordinationsvermögen verbessern, um ihre Gesundheit zu stärken und im Alltag motivierter zu sein, fügt Personaltrainer Martin Hoßmang hinzu. Sein selbst erdachtes Fitnessprogramm bezieht den Schultergürtel ebenso ein wie die Arm-, Rumpf- und Beinmuskulatur.

Jeder Sportler kann die Übungsintensität an sein eigenes Leistungsniveau anpassen und sie individuell steigern. Martin Hoßmang ist Fußballer beim FSV Budissa Bautzen in der Regionalliga Nordost und gibt seine im jahrelangen Training erworbenen Erfahrungen an die Hobbysportler weiter. Eine Absage der Übungsstunden wegen Regen, Schnee und Wind wird es nicht geben, denn mit der richtigen Kleidung ist jedes Wetter auszuhalten und hinterher wartet zu Hause eine warme Dusche, so Martin Hoßmang.

Die Hoyerswerdaer Hebamme Elisabeth Müller stieg über das "Lady-Spezial" am Männertag in die Gruppe ein und trainiert seitdem regelmäßig dreimal pro Woche. "Mir macht Sport draußen mehr Spaß als im Fitnessstudio", sagt sie.

Maja Hoßmang, die im Büro arbeitet, hat durch das Angebot ihrer Söhne Bewegung wieder zum festen Bestandteil ihres Alltags gemacht. Die Lehramtsstudentin Emily Raschinski arbeitet während ihrer Semesterferien in Hoyerswerda und sucht körperlichen Ausgleich bei den "HeimatSportlern". Ihr gefallen die Gemeinschaft und die kompetente Anleitung durch die Trainer.

Ganz neu besteht jetzt übrigens auch am Bautzener Protschenberg eine Trainingsgruppe. Weitere Informationen stehen unter www.heimatsportler.de .