| 02:39 Uhr

Spitzenmedizin für die Region

Das Lausitzer Seenland Klinikum hat 2016 gut 5800 Patienten mehr als im Jahr zuvor behandelt. Das Haus steht vor großen Herausforderungen.
Das Lausitzer Seenland Klinikum hat 2016 gut 5800 Patienten mehr als im Jahr zuvor behandelt. Das Haus steht vor großen Herausforderungen. FOTO: cw
Hoyerswerda. Das Lausitzer Seenland Klinikum kann im Jahr 2016 auf weiter gestiegene Patientenzahlen verweisen. Damit steht das Haus auf sicherem wirtschaftlichen Fundament. Um sich aber auch weiterhin gut für die Zukunft aufzustellen, will sich das Klinikum die hohe Qualität seiner medizinischen Kompetenz im Jahr 2017 in mehreren Bereichen zertifizieren lassen. Catrin Würz

Mehr als 64 000 Patienten sind im vergangenen Jahr im Lausitzer Seenland Klinikum in Hoyerswerda behandelt worden - knapp 23 000 davon stationär und mehr als 41 000 ambulant. Auf das deutliche Plus von über 5800 Patienten mehr als im Vorjahr ist Klinikumgeschäftsführer Jörg Scharfenberg stolz. "Das ist ein Ausdruck dafür, dass wir den richtigen Weg eingeschlagen haben", sagte er gestern beim Neujahrsempfang seines Hauses.

Mit dem Neuaufbau der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe unter dem neuen Chefarzt Dr. Aiman Bachouri und der Neueröffnung einer Klinik für Neurologie mit Chefarzt Dr. Andreas Linsa hat das Lausitzer Seenland Klinikum im Jahr 2016 in der Tat wichtige Meilensteine gesetzt. So konnte in der Gynäkologie eine Rekordzahl an Geburten und zugleich eine Etablierung der Brustkrebsbehandlung erreicht werden. Darüber hinaus wurde im vergangenen Jahr intensiv an der Gründung interdisziplinärer Zentren gearbeitet: Das Darmzentrum, das Zentrum für Endoprothesen (Gelenkersatz), das Wirbelsäulenzentrum und das Alterstraumatische Zentrum sind Ausdruck dafür. "Wir haben unser medizinisches Portfolio an den Bedürfnissen unserer Patienten ausgerichtet und werden diesen erfolgreichen Weg auch künftig weitergehen", ergänzte Scharfenberg. Insgesamt seien im zurückliegenden Jahr 2,4 Millionen Euro investiert worden - ein Großteil davon in moderne Medizintechnik, beispielsweise für die Neurologie.

Ein Verharren im erreichten Erfolg genüge in der heutigen Zeit jedoch nicht. Davon ist Geschäftsführer Scharfenberg überzeugt. Die Herausforderungen der Zukunft, die vor der Gesundheitsbranche allgemein und insbesondere vor Häusern von der Größe des Seenland Klinikums stehen, werden enorm sein. "Wir werden uns in einem immer schwieriger werdenden Umfeld behaupten müssen - und wir müssen darauf vorbereitet sein", sagte auch Prof. Dr. med. Thomas Sutter, Medizinischer Direktor des Lausitzer Seenland Klinikums. Vor dem Hintergrund immer knapper werdender Finanzressourcen, angesichts von Fachkräftemangel und Bevölkerungsalterung - was ganz andere Krankheitsbilder auf den Plan ruft - sei eine kluge, tragfähige Strategie vonnöten.

Die hohe Qualität seiner medizinischen Versorgung will sich das Hoyerswerdaer Klinikum auch im neuen Jahr für mehrere Bereiche bestätigen lassen: Für das Endoprothetik-Zentrum, für das Darm- und für das Brustzentrum sind 2017 Prüfverfahren durch externe Fachleute geplant. Diese Qualitätssiegel gewinnen in der heutigen Zeit zunehmend an Bedeutung, geben sie doch sowohl den Patienten als auch den überweisenden Fachärzten Sicherheit.

Weitere Projekte für das Jahr 2017 sind im Seenland Klinikum längst in Vorbereitung. So ist es im Bereich der Altersmedizin geplant, eine spezialisierte Palliativstation auszubauen. Dafür hat das Klinikum Fördermittel beantragt. Ab 1. April wird in Hoyerswerda ein neuer Chefarzt in der Klinik für Dermatologie, Allergologie und Dermatochirurgie erwartet. Dr. med Kim Christian Heronimus wird von Zwickau nach Hoyerswerda wechseln. Auch die Nachbesetzung der zum Jahresende frei gewordenen Chefarztstelle in der HNO-Klinik steht fest für 2017 auf der Agenda.

In der Notfallversorgung und beim Belegungsmanagement soll es 2017 ebenfalls Verbesserungen durch strukturelle Veränderungen geben. "Wir werden weiter an uns arbeiten, damit unsere Patienten die beste Medizin bekommen, die derzeit möglich ist", so Jörg Scharfenberg.