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Spaßtag mit internationalem Flair

Anna Ladewig, Mehdi Akbari und Gideon Starik (v.l.n.r.) präsentieren da internationale Kuchenbuffet.
Anna Ladewig, Mehdi Akbari und Gideon Starik (v.l.n.r.) präsentieren da internationale Kuchenbuffet. FOTO: Katrin Demczenko/dcz1
Hoyerswerda. Im Garten des Hauses der Parität gab es am Samstag eine große Hüpfburg, die wie das Bastelangebot und das Büchsenwerfen nicht lange auf Teilnehmer warten musste. Rund 200 Kinder, Jugendliche und Erwachsene, vorwiegend Asylbewerber haben die verschiedenen Angebote des Kultur- und Spaßtages erkundet. Katrin Demczenko / dcz1

Es ist bereits die zweite Auflage des Festes.

Die letztgenannte Station betreute die Elterninitiative "Weitblick mit Herz" Hoyerswerda, während der VBFF aus dem Wohnkomplex VII ein Puppentheaterstück zeigte. Am Schminkstand des Vereins entstand rasch eine Schlange, denn viele Mädchen wollten in bunte Blüten und Schmetterlinge verwandelt werden. Annelie Masch malte dem elfjährigen Mehdi aus Afghanistan einen hübschen Fliegenpilz auf den Arm.

Mehdis Vater dolmetschte und verteilte den von Frauen aus Afghanistan, Georgien, Syrien und anderen Ländern gebackenen Kuchen. Beate Möller von der Interessengemeinschaft IG Kinderferien e.V. Hoyerswerda schenkte Tee aus. Die sehende Unterstützerin der Regionalgruppe Hoyerswerda des Blinden- und Sehbehindertenverbandes, Sieglinde Heinrich, hat gemeinsam mit einer Freundin Waffeln gebacken. Den Teig dafür hatte die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, Angela Donath, mitgebracht, die selbst Omeletten anbot. So mit Leckereien versorgt, schauten viele Besucher den jungen Akrobaten der Kinder- und Jugendfarm des Christlich-Sozialen Bildungswerkes Sachsen e.V. zu. Lea, Leonie und die anderen fuhren Einrad, balancierten auf großen Kugeln und bildeten lebendige Pyramiden.

Die 14 und 16 Jahre alten Schwestern Shad und Yad Al-pshdari aus dem Irak bewegten sich ebenfalls. Sie spielten Volleyball und erzählten, dass sie diesen Sport in ihrer Heimat nicht ausüben konnten. Die Mädchen besuchen die Oberschule und sind froh über die vielen Entwicklungsmöglichkeiten, die ihnen Deutschland bietet.

Den mehrstündigen Kultur- und Spaßtag könnten nur viele Partner miteinander durchführen, würdigte Gisela Lossack, Vorsitzende des Bundes der Vertriebenen-Stadtverband Hoyerswerda alle Unterstützer. Zu ihnen gehören auch das Sächsische Staatsministerium des Innern, einige regionale Firmen und Angela Donath von der Stadtverwaltung Hoyerswerda, die auf Frauentagsfeiern Geld für diese Veranstaltung gesammelt hatte.