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Spaß trotz Regenwetters

Erik, Annika, Aila und Maria haben den Stadtkindertag genutzt, um ihre Lieblingsziege zu besuchen.
Erik, Annika, Aila und Maria haben den Stadtkindertag genutzt, um ihre Lieblingsziege zu besuchen. FOTO: K. Demczenko/dcz1
Hoyerswerda. Witterungsgerechte Kleidung ist für Groß und Klein Voraussetzung gewesen, um den Stadtkindertag im Zoo Hoyerswerda am etwas verregneten Pfingstsonntag genießen zu können. Unter Pavillons des Naturwissenschaftlich-Technischen Kinder- und Jugendzentrums Natz Hoyerswerda und der Interessengemeinschaft Kinderferien wurde nach Herzenslust gemalt und gebastelt. Katrin Demczenko / dcz1

Ebenfalls regengeschützt schminkte die Kreativwerkstatt Mario Gnüchtel viele Gesichter und verwandelte Mädchen in Schmetterlinge oder fröhliche Mickymäuse. Jungen erhielten auf Wunsch ein Spinnen- oder Bärengesicht.

Der siebenjährige Ole aus Hoyerswerda wartete geschminkt im Spiderman-Look mit seiner Schwester auf Regenpausen, um über die gigantische Drachenmaulrutsche vom Kinderland Böhm zu toben. Der Seifenblasenmacher Jörg Müller aus Leipzig zeigte sein Können und jeder Zoobesucher durfte selbst aus Seifenlauge und großen Seilschlaufen Riesenseifenblasen erschaffen. Viele dieser filigranen Gebilde schwebten für kurze Augenblicke über die Zoowiese und erzeugten eine besonders fantasievolle Stimmung.

Lea-Sophie und Lucy aus Bautzen hatten bei ihrem Zoorundgang mit der Mutter seltene Hühnerrassen und Kamele entdeckt, aber auch den Stand der Verkehrswacht Hoyerswerda. Dessen Mitarbeiter hatten unter anderem einen Roller- und Fahrradparcours mit Spurgasse und Slalom aufgebaut. Die kleinen Bautzenerinnen nutzten ihn begeistert und selbst ein Lama schaute neugierig zu.

Aila, Annika und Maria, die sich vom Kindergarten kennen, waren mit ihren Eltern zum Stadtkindertag gekommen und gingen zunächst wie immer zum Streichelgehege der Zwergziegen. Aila und Annika, die im August eingeschult werden, haben eine Lieblingsziege. "Die ist schön und ich kann sie füttern", erzählte Annika. Die kleine Maria zeigte stolz eine Schlange aus Holz, die ihr Vater am Stand der Zooschule gekauft hatte.

Die Schlange, dekorative Objekte für die Wohnung, Kinderbücher und Spielzeug hatten Zoomitarbeiter gespendet und die Zooschulleiterin Silke Kühn verkaufte alles für den guten Zweck. Profitieren soll von dem Geld und vielen Unterschriften der Käufer der Verein Sphenisco, der Humboldt-Pinguine in freier Wildbahn schützt. Die Tiere haben auf den der chilenischen und peruanischen Küste vorgelagerten Inseln ihr Hauptbrutrevier. Dort soll eine Meeresschutzzone entstehen, sagte Silke Kühn. Der Verein will das Ökosystem der Region erhalten, was nur gelingt, wenn das Leben der Pinguine und anderer Meeresbewohner nicht durch Schiffsverkehr und Wasserverschmutzung gestört wird.

Die Presseverantwortliche des Zoos Stefanie Jürß klärte über die laufende Umgestaltung der Einrichtung auf. Sie freute sich, dass seit wenigen Tagen die Mara- und Nandu-Anlage am verkleinerten Zooteich genutzt wird. "Sie gehört zum Südamerika-Teil des in Hoyerswerda entstehenden Geozoos", sagte Stefanie Jürß.

Ab 12. Juni wird dann die begehbare Känguruanlage, die Australien repräsentiert, für alle Besucher zugänglich sein. Bald werden die Kamele umziehen, damit auf ihrem bisherigen Gelände der neue Wirtschaftshof entstehen kann, blickte die Presseverantwortliche voraus.