ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 01:00 Uhr

Soziale Patenschaft Zum Toben und Klettern

Nein, tatenlos sind die Mitarbeiter im Wohnheim für Behinderte an der Dillinger Straße in Hoyerswerda ganz und gar nicht. Mit viel Eigeninitiative haben sie das Innere des typischen DDR-Flachbaus in den vergangenen Jahren gestaltet. Weil das Geld knapp ist, ist Engagement gefragt. Doch das hat finanzielle Grenzen. Aus diesem Grund hilft die RUNDSCHAU in diesem Jahr den Mitarbeitern und Kindern des Wohnheimes: Gemeinsam wird ein neues Gerät zur Bewegungstherapie angeschafft. Von Christiane Klein

„Im Moment ist das Geld sehr knapp“ , sagt Karin Zagorski und tritt in einen der leeren Räume des Wohnheims. „Platz haben wir jede Menge“ , erklärt die 51-Jährige mit einem Lachen. Aber die Einrichtung sei oft schwierig. Die Therapiegeräte und Hilfsmittel für Behinderte seien zum Teil sehr teuer. Ein Grund für die RUNDSCHAU, bei der Gestaltung und Ausstattung des Heimes mitzuhelfen. In diesem Jahr soll mit der Spende der Heimatzeitung der Grundstein für ein neues „Bewegungscenter“ gelegt werden. „Das könnten wir uns nicht ohne Weiteres kaufen. Das Grundgerüst ist sehr preisintensiv“ , sagt Karin Zagorski. Ein dreieckiges Basisgerät soll angeschafft werden, das frei im Zimmer aufgestellt werden kann. „Das können wir dann in den kommenden Jahren immer wieder erweitern und neu gestalten“ , schwärmt die Heimleiterin. An dem Gerät können die jungen Bewohner des Heimes klettern, schaukeln, krabbeln, turnen und vieles mehr. „Wir können damit später immer wieder neue Bewegungslandschaften gestalten und so die Koordination und Wahrnehmung schulen“ , erklärt Karin Zagorski die therapeutischen Vorteile des Gerätes. Die Kinder können so Ängste abbauen, ihre eigenen Grenzen austesten und Selbstvertrauen entwickeln. Was die Heimleiterin besonders schön findet: Das Modell ist so gestaltet, dass es Kinder und Jugendliche verschiedenen Alters benutzen können. Derzeit leben im Wohnheim etwa 50 Kinder. 40 werden außerdem ganztags in der Einrichtung betreut. Die jüngsten sind sechs Jahre alt, die ältesten Anfang 20. Die Bewohner, für die die Einrichtung in Hoyerswerda ein Stück Zuhause ist, kommen aus dem gesamten Nordosten Sachsens - von Weißwasser und Niesky über Bautzen, Görlitz, Kamenz bis Zittau und natürlich aus Hoyerswerda und der direkten Umgebung.

Zum Thema Das Projekt
 Die „Soziale Patenschaft“ ist eine Aktion der RUNDSCHAU und läuft seit dem Frühjahr 2002. Im gesamten Verbreitungsgebiet der Lausitzer Heimatzeitung wurden die Lokalredaktionen Paten über jeweils eine soziale Einrichtung, die sie finanziell und organisatorisch bei wichtigen Vorhaben über mehrere Jahre unterstützen. Die RUNDSCHAU in Hoyerswerda hat die soziale Patenschaft für das Förderzentrum für Körperbehinderte in Hoyerswerda, das aus Schule und Heim besteht, übernommen.