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Sorbische Volkskunst trifft auf moderne Landwirtschaft

Die sorbische Festtagstracht der Hoyerswerdaer Region erregte viel Aufmerksamkeit unter den Messebesuchern, die sich von den schwungvollen Tänzen begeistern ließen.
Die sorbische Festtagstracht der Hoyerswerdaer Region erregte viel Aufmerksamkeit unter den Messebesuchern, die sich von den schwungvollen Tänzen begeistern ließen. FOTO: Johann Tesche/jht1
Berlin/Zeißig. Auf Einladung des sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft hat die sorbische Volkstanzgruppe Zeißig am Samstag am sächsischen Bühnenprogramm der Internationalen Grünen Woche in Berlin mitgewirkt. Nach der Generalprobe am Freitagabend stand insbesondere für die Tänzerinnen eine kurze Nacht bevor. jht1

Bereits um 5.30 Uhr trafen sie sich zum Ankleiden. Zehn Tanzpaare, ihre Begleitpersonen und einige Fans starteten dann eine Stunde später mit dem Reisebus nach Berlin. Zwei 20-minütige Auftritte standen dort auf dem Programm. Dank der professionellen Vorbereitung durch den Veranstalter konnten die Zeißiger einen super Auftritt hinlegen. Viele Besucher nahmen sich die Zeit, die Tänze zu verfolgen, schließlich sieht man die sorbische Tracht nicht so oft in Berlin. Die Zuschauer reagierten mit gezückten Smartphones und begeistertem Applaus. Besonders mit dem schwungvollen Rixdorfer und der abschließenden Annemarie-Polka hinterließen die Zeißiger einen bleibenden Eindruck. Auch Moderatorin Irina Simon wollte unbedingt ein Erinnerungsfoto mit der Gruppe.

Zu den mitfahrenden Fans gehörten auch die Trachtenkenner Heidemarie List aus Schwarzkollm und Günter Hoffmann aus Klein Neida. "Selbst nach 20 Jahren sind wir für Hinweise zum Anlegen der Tanztracht dankbar", freute sich Gabriela Linack über die fachkundige Unterstützung beim Auftritt am Funkturm.

Im Anschluss blieb auch noch Zeit für einen kurzen Bummel durch die Messehallen. Ein insgesamt erfolgreicher Start ins 20-jährige Jubiläum der Tanzgruppe.