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Kein Geld für Wahl einer sorbischen Volksvertretung
Sorbische Stiftung lehnt „Smy“-Antrag ab

Bautzen. Rückschlag für die Initiative „Serbski Sejm“ zur Bildung eines sorbisch/wendischen Volksvertretung: Die Stiftung für das sorbische Volk hat den entsprechenden Förderantrag abgelehnt. Von Sascha Klein

Der Stiftungsrat der Stiftung für das sorbische Volk hat den Antrag des Vereins „Smy“ zur Finanzierung einer Vorwahl zur Schaffung einer demokratisch legitimierten sorbisch/wendischen Volksvertretung abgelehnt. Der Antrag kann von der Stiftung für das sorbische Volk nicht unterstützt werden, da der Fördergegenstand nicht dem im Staatsvertrag über die Errichtung der Stiftung für das sorbische Volk beschriebenen Stiftungszweckes entspreche, teilt Pressesprecherin Maria Schiemann mit. „Smy“-Vereinschef und Initiator Dr. Martin Walde hatte im Vorfeld betont, wenn der Stiftungsrat den Vorstoß für ein „Serbski Sejm“ ablehne, muss er davon ausgehen, dass eine solche sorbische Volksvertretung seitens der Stiftung nicht gewollt ist. Walde sieht die Domowina nicht als Interessenvertretung aller Sorben und Wenden.