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| 15:13 Uhr

Krabat-Mühle Schwarzkollm
Sorbische Klänge tief aus dem Brunnen

Der Anfang ist gemacht: Auf dem Krabat-Gelände in Schwarzkollm soll bald ein Show-Brunnen für sorbische Klänge sorgen.
Der Anfang ist gemacht: Auf dem Krabat-Gelände in Schwarzkollm soll bald ein Show-Brunnen für sorbische Klänge sorgen. FOTO: LR / Anja Hummel
Schwarzkollm. An der Krabat-Mühle in Schwarzkollm soll bald ein Brunnen mit musikalischer Sonderfunktion stehen. Von Anja Hummel

Im Koselbruch in Schwarzkollm wird es bald musikalisch-traditionell zugehen: Am Montag sind die Arbeiten für den Bau eines originalgetreuen sorbischen Brunnens direkt vor dem Dubringer Haus gestartet. Dieser soll allerdings „trocken“ bleiben. Eher untypisch, aber aus gutem Grund: „Aus dem Brunnen sollen bei Münzeinwurf sorbische Lieder erklingen“, verrät Tobias Zschieschick von der Krabat-Mühle.

Ringsherum werden Bänke zum Sitzen und gemütlichen Lauschen der traditionellen Klänge hergerichtet. Dort können sich die Besucher niederlassen und noch mehr sorbische Kultur genießen.

Doch nicht nur ein Ohren-, auch ein Augenschmaus soll der Show-Brunnen mit Schwengel-Pumpe werden. Oben drauf soll eine lebensgroße Kantorka-Plastik platziert werden, kündigt Tobias Zschieschick an. Der Wittichenauer Künstler Harald Lukschanderl wird die Plastik anfertigen. Von dem Metallgestalter stammt bereits die Krabat-Stele am Dorfplatz in Schwarzkollm.

Die Finanzierung für den Show-Brunnen ist allerdings noch nicht final geklärt. „Allein die Bronzeplastik hat einen Wert von mehr als 10 000 Euro“, so Zschieschick, der darauf hofft, noch Förderer für das Projekt zu gewinnen. „Schließlich handelt es sich um ein kulturelles Denkmal“, so der Mühlenchef. Früher, erzählt Zschieschick, waren die Brunnen vor den Häusern ein typischer Anblick in den Höfen. Auch Taubenhäuser gehörten dazu. So etwas ist allerdings aktuell nicht in Planung. Wann die sorbischen Melodien aus dem Brunnen erklingen und die Besucher erfreuen werden, steht noch nicht genau fest.

Am Montag ist Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) zu Gast in der Krabat-Mühle gewesen. Tobias Zschischick gab eine Führung durch Scheune, Mühle und andere Ausstellungsräume. Privat, erzählte der Minister, war er vor vielen Jahren schon einmal da. Er zeigte sich während des Zwischenstopps auf seiner Sommertour begeistert vom Projekt und den zahlreichen Angeboten rund um die Krabatsage.