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Sorbische Bräuche leben in Saalau weiter

Sorbische Bräuche werden in vielen Orten der Region gepflegt – auch in Saalau. Hier zu sehen ist ein Archivbild vom Schwarzkollmer Maitanz aus dem Jahr 2005. Im Vordergrund das Königspaar Anett Britschka und Lars Frömmel.
Sorbische Bräuche werden in vielen Orten der Region gepflegt – auch in Saalau. Hier zu sehen ist ein Archivbild vom Schwarzkollmer Maitanz aus dem Jahr 2005. Im Vordergrund das Königspaar Anett Britschka und Lars Frömmel. FOTO: Archivfoto: Martina Arlt
Markus Kochta aus der 9b des Lessing-Gymnasiums hat sich mit sorbischen Bräuchen beschäftigt, die von der Saalauer Jugend gepflegt werden: In der Katholischen Landjugend Saalau werden sorbische Traditionen und Bräuche seit vielen Jahren gelebt. Archivfoto: Martina Arlt

Christian Kochta, ein Vorstandsmitglied, nannte nur zwei Bräuche von vielen. Zuerst verwies er auf das Maibaumwerfen. „Ende Mai tanzt unsere Jugend einige sorbische Tänze um den Maibaum. Dabei tragen sie die sorbische Tracht. Anschließend wird der Maikönig ermittelt.“ Hierzu wird der Baum gefällt und auf die Straße fallen gelassen. Wenn dieser liegt, rennen die Männer zur Spitze des Baumes, um dort ein Band zu erfassen. Wer dieses zuerst erfasst, ist der Maikönig. Dieser führt dann mit seiner Königin den Zug zum Festzelt an. Weiterhin sprach Christian von einem Osterbrauch. „Karfreitag und Oster-Samstag gehen die Mädchen nach Wittichenau.“ Dort besuchen sie eine Messe. Danach kehren sie zurück in das Dorf, beten vor jedem Kreuz und verkünden die Botschaft von der Auferstehung Jesus Christus im ganzen Dorf.