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| 02:46 Uhr

Sonntags-Matinee im Schloss zur Erinnerung an Stefan Heym

Hoyerswerda. Unter dem Titel "Einer der nie geschwiegen hat" stellen die Berliner Schauspielerin Ines Burdow und ihr Kollege Hans-Jürgen Pabst am Sonntag bei der Matinée Leben und Werk des Schriftstellers Stefan Heym vor. Sie werden Texte, Interviews und Gedichte des Schriftstellers zu Gehör bringen, den alten Stefan Heym an den jungen Helmut Flieg denken sowie seine Gefährtin Inge Heym beim Erinnern an 35 Jahre an der Seite eines trotzigen Schriftstellers zu Wort kommen lassen. red/js

Inés Burdow gestaltete bei der Uraufführung der Oper "Linkerhand" in Hoyerswerda die Sprechrolle der Linkerhand; mit Hans-Jürgen Pabst den Dialog Christa Wolf - Franz Fühmann und stellte ihre szenische Reflexion "Die Unvollendete" mehrfach vor. Stefan Heym nahm diesen Namen erst 1933 an, als der Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie in die Tschechoslowakei floh. Geboren wurde er 1913 als Helmut Flieg in Chemnitz. In den USA schloss er sein Studium ab, arbeitete als Journalist, veröffentlichte 1942 seinen ersten Roman "Hostages", wurde 1943 US-Bürger und erlebte in einer Einheit für psychologische Kriegsführung die Invasion in der Normandie. Nach dem Krieg arbeitete er bei Zeitungen in Essen und München, ging wieder in die USA zurück, kam 1953 in die DDR, wo Themen wie "5 Tage im Juni" und "Lassalle" nicht erscheinen durften. Also publizierte Heym in der Bundesrepublik. 1994 wurde Heym als Unabhängiger auf der Liste der Linken in den Bundestag gewählt. 2001 starb Heym in Israel.

Sonntags-Matinée: "Einer der nie geschwiegen hat" zu Leben und Werk des Schriftstellers Stefan Heym, Schloss Hoyerswerda, Sonntag, 22. März, 11.15 Uhr, mit Ines Burdow und Hans-Jürgen Pabst