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Sonntag Videopremiere zu Hoyerswerda 1991

Hoyerswerda. Am Sonntag, dem 26. Jahrestag der rassistischen Ausschreitungen in Hoyerswerda, feiert der zweite Teil der Webdokumentation www.hoyerswerda-1991.de der "out of focus Filmproduktion" und der Initiative "Pogrom 91" in der Hoyerswerdaer Kulturfabrik Premiere. Start ist um 16 Uhr im Bürgerzentrum. red/skl

Zeitzeugen berichten laut "Pogrom 91" in Filmen über die Entwicklung der Stadt, den Umgang mit Neonazis und die Erinnerung an 1991 in den vergangenen 25 Jahren. Hintergrundtexte böten vertiefende und einordnende Informationen. Die Interviews mit 15 Protagonistinnen und Protagonisten wurden in Infoclips aufbereitet, die in Bereichen wie "Stadtentwicklung", "Neonazis", "Opfer rechter Gewalt", "Justiz" und "Widerspruch" zusammengefasst sind, heißt es seitens der Organisatoren. "Die besondere Herausforderung bestand darin, die vielen Aussagen der Zeitzeugen und Zeitzeuginnen über den langen Zeitraum von 1991 bis 2017 zusammenzufassen und in gut nachvollziehbaren Videoclips aufzubereiten," berichtet Julia Oelkers von der "out of focus Filmproduktion". "Unser Anspruch war dabei, viele unterschiedliche Perspektiven auf die Entwicklung der Stadt darzustellen - besonders wichtig war die oft vernachlässigte Sicht der Betroffenen rechter Gewalt", so die Dokumentarfilmerin.